Eschweiler - Gemeinsamkeiten zwischen Utopie und Realität

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Gemeinsamkeiten zwischen Utopie und Realität

Von: kaba
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Die zukünftige Oberstufe der
Die zukünftige Oberstufe der Gesamtschule Waldschule: Die Schüler sind schon jetzt sie eine Gemeinschaft und die Ziele für die kommenden Schuljahre gesetzt. Foto: Katja Bach

Eschweiler. Die Zehntklässler der Gesamtschule Waldschule und die neu hinzukommenden Oberstufenschüler haben sich während einer Projektwoche unter dem Titel „Abi und meer” Gedanken über die Zukunft in der Oberstufe und Vorschläge für eine angenehme Zeit auf dem Weg zum Abitur gemacht.

An drei Tagen durchliefen die Schüler gemeinsam verschiedene Planungsphasen. Die erste Phase war ein Planspiel. Darauf folgte ein Arbeitsteil, in dem die Erfahrungen aus diesem Spiel auf das Leben der Schüler und besonders das Leben in der Schule übertragen wurden. „Utopisch wurde dann weiter überlegt, wie wohl ein optimales Zusammenleben und Lernen in der Schule, speziell der Oberstufe, aussähe.”, erklärt Petra Röllike vom Verein Bine, die die Projektwoche leitete.

Um diese utopischen Gedankengänge festzuhalten, entwickelten die Schüler Maschinen, die ihre Ideen verwirklichen könnten. „Anschließend kehrten wir dann zur Realität zurück und versuchten auf der Basis der utopischen Ideen realisierbare Projekte zu machen”, beschreibt Röllike die gemeinsame Arbeit weiter.

Die Schüler waren in der ganzen Zeit sehr motiviert, auch wenn sie vielleicht nicht von Anfang an wussten, was sie erwartete. „Wir haben einen Brief zugeschickt bekommen, in dem eine Spielanleitung war. Ich wusste zuerst gar nicht, was ich damit machen sollte”, berichtet Tim Hüselitz. Er hat in der Realschule Patternhof den mittleren Schulabschluss gemacht und wird jetzt die Oberstufe in der Gesamtschule besuchen.

Bei mit dem Planspiel „Fishbanks” sollen die Teilnehmer sich am Beispiel einer Fischerei auf den wirtschaftlichen Wettbewerb fokussieren. Ziel ist es zu lernen, Ressourcen zu nutzen und eine nachhaltige Entwicklung zu planen. „Das Spiel hat mir gut gefallen. Vor allem, weil man sich schon einmal kennengelernt hat”, erzählt er weiter.

Annette Lüchow, Beratungslehrerin der 11. Jahrgangsstufe, bestätigt, dass das mit ein Ziel der Projektwoche war. „Wir wollten den Schülern die Chance geben, schon vor Beginn der Oberstufe eine Gemeinschaft zu werden. Das war in unseren Augen vor allem für diejenigen wichtig, die neu an unsere Schule kommen.”

Dieser Teil der Projektwoche ist vollauf geglückt, denn auch die Schüler der Gesamtschule hatten am meisten Interesse daran, sich untereinander besser kennenzulernen. „Das Beste war, dass wir in verschiedenen Gruppen gemeinsam arbeiten konnten”, sagt auch Quendresa Dragusna, die von Anfang an die Waldschule besucht. Deshalb ist sie auch besonders begeistert von der Idee, im neuen Schuljahr jeden Monat ein Treffen außerhalb der Schule zu veranstalten. Und nicht nur für die Freizeit ist solch eine gute Gemeinschaft wichtig, denn wenn die Schüler sich untereinander gut verstehen, können auch Lerngruppen zu einem besonderen Erfolg führen. Andere Pläne sind zum Beispiel, für Essen in den Pausen zu sorgen oder sich der Integration zu widmen.

Für Petra Röllike und ihren Verein Bine steht jedenfalls fest, dass Projektwochen dieser Art demnächst auch für andere interessierte Schulen angeboten werden. Denn wie die Gesamtschule Waldschule zeigt, erzielt diese Art von gemeinsamer Arbeit große Erfolge. Sowohl für die soziale Kompetenz, als auch für das alltägliche Schulleben. „Das Schlüsselwort heißt Partizipation.”, sagt sie mit einem Lächeln und trifft es damit wohl ziemlich genau.
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