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Geballte Ladung Weltklasse im Bahnhof

Von: Rudolf Müller
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Diese beiden „Oldies” im Team freuen sich auf eine Saison voller Spaß und Erfolge: Für Björn Glasner (36, links) ist es die 15. und letzte Saison als Profi; David Kopp (31) erhofft sich die Rückkehr in ein ProTour-Team. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler/Stolberg. Es war schon mehr als „nur” ein Teamvorstellung, die einige hundert Radsportbegeisterte in den Talbahnhof lockte. Die Präsentation des Kuota-Indeland-Radsportteams der neuen Saison geriet zu einer Radsport-Gala mit erstklassiger Unterhaltung und einer Menge Information.

Für erstere sorgte nicht zuletzt Jazztrompeter Peter Protschka - der 32-jährige Kölner hat es in der Szene längst zu Weltruf gebracht und lieferte den Talbahnhofbesuchern ein wahres Fest selbst für verwöhnte Ohren. Unterhaltung ganz anderer Art boten dagegen die „Lollypops” - die Kinder aus dem Stolberger Stadtteil Dorff tanzten in neuen Kuota-Indeland-Trikots, bis die Bühne bebte.

Unter den Gästen der Infoshow war natürlich auch Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram. Einer, der mit Radfahrern eine Menge Erfahrung hat, wie er kundtat. Im Rathaus gebe es davon eine Menge - „aber die hört man nicht klingeln”.

Von den Leistungen und dem Auftreten des Kuota-Indeland-Teams sei er immer wieder begeistert. Das sei beste Werbung für die Indestadt, betonte Bertram und lud alle Fans gleich zum zweiten Indeland-Radsporttag am 19. September ein.

Gute Nachrichten hatte auch Hans-Martin Steins im Gepäck, als er im Gespräch mit den Moderatoren Biggi Müller und Rudi Schröder - früher Sportredakteur unserer Zeitung, heute Chefredakteur des Belgischen Rundfunks - das Projekt Indeland vorstellte.

Der Geschäftsführer der Indeland-GmbH erläuterte, warum die Anrainerkommunen des Tagebaus Inden schon heute die Weichen stellen für Entwicklungen, die erst in Jahrzehnten zum Tragen kommen. Und betonte, dass zumindest für weitere drei Jahre das Team auf das Sponsoring der Indeland-GmbH bauen können. „Spitzensport ist nicht nur beste Werbung für uns, sondern auch Anschub für den Breitensport. „Das ist gut investiertes Geld. Uns kann nichts besseres passieren, als unseren Namen in dem eines Teams wiederzufinden, das bundes-, europa-, ja weltweit Renommee besitzt.”

Ehe Biggi Müller - nicht zuletzt bekannt als Moderatorin bei Antenne AC - und Rudi Schröder die einzelnen Fahrer des 14-köpfigen Teams vorstellten, erläuterte Teamchef Markus Ganser den Gästen, mit welchen Ambitionen er und seine Mannschaft in die neue Saison starten.

Ob es ärgerlich sei, dass immer wieder Topfahrer das Team verlassen, um in höherklassigen Mannschaften mitzumischen? Nein, sagt Ganser. Im Gegenteil. Das mache das Team stolz auf die Leistungen seiner Fahrer. Als „Ausbildungsteam” für andere sehe man sich nicht, sondern als eines, das vor allem Spaß im Sport finden will, aber auch Erfolge sammeln und oben mitmischen will. Aber, so Ganser, „wenn wir nicht irgendwann finanziell wesentlich besser dastehen, werden wir immer ein Conti-Team bleiben.” Im vergangenen Jahr hat das Team 23 Siege eingefahren. „Die Zahl spielt keine Rolle”, sagt Ganser. „Ist doch auch okay, wenn´s nur zwei sind - zum Beispiel Rund um Köln und Henninger Turm...”
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