Fußballbund nominiert Eschweiler für Integrationspreis

Von: mic
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Die 30-köpfige Arbeitsgruppe „Interkulturelle Migration” besteht aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung und unterstützt die AGs im Rahmen des Integrationskonzepts.

Eschweiler. Der Deutsche Fußball-Bund sagt: Eschweiler ist bei der Eingliederung ausländischer Mitbürger einfach spitze! Deswegen hat der DFB die Stadt für den Integrationspreis 2009 nominiert, der im Frühjahr verliehen wird. Neun Bewerber von insgesamt 239 sind noch im Rennen um die Auszeichnung in drei verschiedenen Kategorien, und Eschweiler ist dabei.

Mit dem Preis zeichnen der Deutsche Fußball-Bund und Sponsor Mercedes-Benz seit 2007 jährlich Projekte aus, „die mit Hilfe des Fußballs die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund - insbesondere von Mädchen - auf vorbildliche Weise fördern”. Vergeben wird der Preis in den Kategorien „Verein”, „Schule” und „Sonderpreis”.

In letzterer ist Eschweiler mit zwei weiteren Bewerbern vertreten und darf sich schon jetzt über einen Preis freuen, denn der Gewinner erhält einen „Vito”-Kleinbus, der Zweitplatzierte 10.000 Euro und der Dritte 5000. Die endgültige Platzierung wird am 17. Februar (Aschermittwoch) bei der feierlichen Preisverleihung im Rahmen des Fußball-Länderspiels der Frauennationalmannschaft gegen Nordkorea in Duisburg bekanntgegeben. Alle Beteiligten sind natürlich sehr gespannt.

Viele sind beteiligt

Eine achtköpfige Jury, der unter anderem der Manager der Fußballnationalmannschaft, Oliver Bierhoff, DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Maria Böhmer, angehören, hatten die Stadt Eschweiler neben acht weiteren Bewerbern bei einer Sitzung im Bundeskanzleramt nominiert. Das Eschweiler Projekt „Fußball ohne Grenzen - Fußballstadtmeisterschaften” hatte die Jurymitglieder beeindruckt.

Als Petra Seeger, Leiterin des Amtes für Schulen, Sport und Kultur, die frohe Kunde in der letzten Sitzung des Sportausschusses bekanntgab, erntete sie stellvertretend für alle Mitwirkenden viel Beifall. Beteiligt am Erfolg waren und sind viele: Im Rahmen des Integrationskonzeptes der Stadt hatten sich sechs Arbeitsgruppen gebildet, die sich jeweils einem so genannten Handlungsfeld, also einem bestimmten Aufgabenbereich, widmen. Unterstützung und Begleitung erfahren diese AGs durch die 30-köpfige Arbeitsgruppe „Interkulturelle Migration” aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung unter der Leitung des Integrationsbeauftragten Jürgen Rombach; die Projektleitung hat Sigrid Harzheim inne.

Eine der oben genannten Arbeitsgruppen, die AG „Kultur, Sport und Freizeit”, setzt sich aus den unterschiedlichsten Gruppierungen wie Sportvereinen, Schützenbruderschaften, Kulturvereinen und, und, und zusammen. Integration durch Sport hieß die Aufgabenstellung: Über einen „Runden Tisch” intensivierte man den Austausch mit den Sportvereinen und feierte zur Europameisterschaft 2008 das „Fußballfest mit Public Viewing”.

Rund 3000 Besucher

Im Juni 2009 fand schließlich die Sportaktionswoche statt mit Schnuppertrainings, Turnieren und Wettbewerben, die am 20. Juni ihren viel beachteten Abschluss mit dem „Sportfest ohne Grenzen” fand. Rund 3000 Besucher kamen damals zum Blausteinsee.

Während der Aktionswoche wurde das Projekt „Fußball ohne Grenzen” mit Stadtmeisterschaften für Kindergarten- und Grundschulkinder und erstmals auch für Mädchenmannschaften umgesetzt. 28 Mannschaften, darunter sieben Mädchenteams, waren dabei. Insgesamt nahmen rund 370 Mädchen und Jungen aus 23 Nationen an den Meisterschaften teil.

Der Anstoß

Ein ganz besonderes Erlebnis für die Mädchenteams war die Siegerehrung am Blausteinsee, bei der die Integrationsbeauftragte des DFB, Gül Keskinler, den Siegerteams Fußballtrikots des DFB überreichte. Sie war es auch, die den Anstoß zur Bewerbung gab. „Sie hat damals gesagt: Mensch, ihr macht hier soviel. Bewerbt euch doch.”, erinnert sich Jürgen Rombach. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
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