Eschweiler - Für weitere U3-Plätze lässt Stadt den Bagger anrollen

Für weitere U3-Plätze lässt Stadt den Bagger anrollen

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Die Stadt muss tief in die Tasche greifen, um die erforderlichen Kindergartenplätze im Sommer bereitzustellen. Nachdem im Dezember deutlich geworden war, dass Plätze fehlen, arbeitete die Stadtverwaltung mit Hochdruck an Lösungen.

Nach zahlreichen Gesprächen mit Trägern und auch Eltern steht seit Dienstag fest, wie kurzfristig zusätzliche Plätze für Kinder geschaffen werden. Die Übergangslösungen sollen zunächst für zwei Jahre gelten.

Darüber hinaus soll eine neue zweigruppige Einrichtung am Gewerbe- und Technologiecenter an der Gartenstraße entstehen. Die Pläne werden den Kommunalpolitikern in Kürze vorgelegt. Der Bau soll etwa eine Million Euro kosten. Die Kindertagesstätte soll 50 Plätze, davon maximal 22 für unter Dreijährige, bieten.

Auch diese Planung ist mit heißer Nadel gestrickt, weil ab 1. August ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder ab dem 1. Lebensjahr gilt. Bis dahin soll auch der Kindergarten an der Gartenstraße stehen, unter welcher Trägerschaft auch immer.

Mit anderen Trägern gemeinsam wurden die gestern vorgestellten Lösungen erarbeitet. Der Awo-Kindergarten an der Schillerstraße in Dürwiß wird neun zusätzliche Kinder aufnehmen. Die 20 Ü3-Plätze im Awo-Kindergarten „Zauberhut“ an der Franz-Rüth-Straße bleiben bestehen. Die Einrichtung sollte eigentlich geschlossen werden, wenn der Kita-Neubau in unmittelbarer Nähe in Betrieb genommen wird. Auch die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul richtet 20 zusätzliche Ü3-Plätze im Kindergarten St. Theresia an Dreiersgärten ein. Zehn U3-Plätze richten die BKJ (Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche der Stadt Eschweiler) in Neu-Lohn ein. Der Landschaftsverband Rheinland hat den Übergangslösungen zugestimmt.

Die Entwicklung macht sich im Stadtetat bemerkbar, schließlich steigen die Betriebskostenzuschüsse. Zum Teil werden diese vom Land Nordrhein-Westfalen und durch Elternbeiträge erstattet. Es bleibt eine Restsumme, die von der Stadt zu begleichen ist. Das Jugendamt legte den Kommunalpolitikern jetzt Zahlen vor, welche finanziellen Auswirkungen zu erwarten sind. Dabei legte die Verwaltung die maximale Gruppenbelegung und komplette 45-Stunden-Betreuung zugrunde.

Die Mehrkosten für die Stadt im kommenden Kindergartenjahr: 42020,20 Euro für die Awo-Kita Schillerstraße, 93.378,68 Euro für die Awo-Kita „Zauberhut“, 100.829,36 Euro für den Kindergarten St. Theresia, 114.737,63 Euro für die BKJ-Einrichtung Neu-Lohn sowie 308.149,57 Euro für den neuen Kindergarten an der Gartenstraße. Im zweiten Jahr der Übergangslösungen rechnet die Stadt mit leicht höheren Beträgen.

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