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Für wahre Kelly-Fans sind 20.000 Kilometer wenig

Von: kaba
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Eschweiler. Von der ersten Minute an waren die Fans von Angelo Kelly im Talbahnhof ergriffen. Der kleine Saal im Talbahnhof war voll besetzt. Viele hatten Wochen vorher Karten erworben, um den Jungen der Kelly-Family nun mit seiner eigenen Familie auf der Bühne zu erleben. Und viele Fans fahren für ihn und seine Konzerte viele Kilometer weit.

Zwei eingefleischte Fans sind auch Nathalie Miebs und Sandra Hülsebusch. Seit Angelo Kelly auf Solotour geht, verpassen sie keinen Auftritt. Und so waren sie auch im Talbahnhof mit dabei. „Es ist einmal etwas anderes. Es ist kleiner und persönlicher“, erklärt Sandra Hülsebusch. „Und auch wenn es noch kleinere Konzerte von Angelo gibt, hier war die Stimmung einfach gut“, ergänzt Nathalie Miebs. Denn bei manchen Konzerten, wissen die beiden, ist das mit der Stimmung nicht so einfach. „Da wird man auch schon mal von der Seite angeschaut, wenn man aufsteht“, berichtet Hülsebusch. Ganz anders in Eschweiler. Hier ist das Publikum einfach nur begeistert und zeigt das auch. Es wird geklatscht. So verbreitet sich schnell gute Laune. Und dies nicht zum ersten Mal, denn im Jahr 2012 war der Musiker schon einmal im Talbahnhof.

In diesem Jahr begann Angelo Kelly sein Eschweiler Konzert, indem er alleine die Bühne rockte. Auch eine Überraschung für überzeugte Fans: „Das Rockige zu Beginn hat mich umgehauen“, gesteht Miebs und lacht. Angelo Kelly kann eben nicht nur leise. Zwischendurch erzählt der Musiker auch persönliche Dinge, macht Witze. Die Verbindung zum Publikum ist ihm wichtig. Er gibt Geschichten über Irland zum Besten und berichtet von seinem neuen Zuhause, das er und seine Familie vor einiger Zeit in Irland gefunden haben. Zuvor hatten sie in einem Bus ihr Leben verbracht: „Aber jetzt haben Kira und ich uns den Traum von einer kleinen Farm in Irland erfüllt.“ Die Familie möchte weiterhin frei und autark leben. Auch deshalb die Entscheidung für die Weiten Irlands.

Bei der Tour „Welcome home“ gehören auch Kira, Angelo Kellys Frau, und ihre vier Kinder mit auf der Bühne. Und so waren auch sie im Eschweiler Talbahnhof dabei. Gemeinsam spielten sie irische Klassiker wie „I‘ll tell me ma“. Und zum Irischen gehört nicht nur Musik, sondern auch Tanz. Eine Besondere Einlage gaben Kellys Töchter Helena und Emma, die zu einem irischen Nationalstück einen „Irish Dance“ zeigten.

In der zweiten Halbzeit präsentierten Angelo und Kira zunächst eines ihrer neuen Lieder, bevor Kira allein zum Mikrofon griff. Das Stück, das dann folgte, hat sie für ihren Vater und ihren Bruder geschrieben, zu denen sie seit ihrer Kindheit ein sehr enges Verhältnis hat. Und auch im Folgenden wurde das Konzert emotional. Angelo Kelly sang „I‘ll be your bride“ – „Ich werde deine Braut sein“ – und berührte die Herzen seines Publikums. Der Song entstand bereits, als Kelly noch ein Teenager war und er galt Kira, die er später heiratete. Nun singen sie das Lied gemeinsam.

Schließlich kommen auch die Kinder wieder auf die Bühne und Angelo Kelly stellt den Zuschauern seine Familie vor. Zu jedem Kind findet er ein paar Worte. Und die nächste Kelly-Generation hat viel mit ihren Eltern gemeinsam. Die beiden ältesten Kinder Helen (11 Jahre alt) und Gabriel (12) haben nämlich bereits ihren ersten eigenen Song geschrieben und singen „Wouldn‘t be the same“ gemeinsam für das Eschweiler Publikum. Aber nicht nur das Lied der Kinder berührte die Herzen der Zuhörer. Beim Duett von Angelo und Jimmy Kelly flossen hier und da sogar Tränen der Rührung.

„Es war eine großartige Atmosphäre hier im Talbahnhof“, finden Sandra Hülsebusch und Nathalie Miebs, die durch Angelo Kelly Freundinnen wurden. „Wir haben uns bei Konzerten immer wieder gesehen“, erinnert sich Hülsebusch. Und seitdem reisen die beiden gemeinsam zu Kellys Konzerten. Von der „Welcome-home“-Tour haben sie seither keins verpasst. Und auch die noch folgenden Auftritte werden sie sich nicht entgehen lassen. „Es ist immer wieder schön und es wird nie langweilig“, sagen sie.

Am Ende werden sie dann 46 Konzerte gehört und etwa 20.000 Kilometer gefahren sein. Für die beiden Fans aber eine Selbstverständlichkeit. „Er ist einfach ein wunderbarer Mensch, und man empfindet ihn fast wie einen Freund“, sagt Nathalie Miebs. Denn Angelo Kelly nimmt sich für seine Fans Zeit.

Auch im Anschluss an das Konzert im Talbahnhof gibt er jedem ein Autogramm, fragt nach dem Namen, spricht ein paar Worte zu jedem, der ihn treffen mag. Und er posiert geduldig, bis auch alle Fans ein Foto mit ihm gemacht haben. So etwas ist Nähe zum Fan.

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