Fünf Stempel heben den ganzen Sattelzug

Von: pan
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Wollen die Umsatzzahlen am neuen Standort anheben: Vertriebsleiter Andreas Burkhart, Hubertus Troska und Matthias Hindemith.

Eschweiler. Es gibt nur wenige Baustellen in der Stadt, die punktgenau beendet wurden. Im Industrie- und Gewerbepark ist nun weit sichtbar eine Ausnahme entstanden: Am Montag geht das neue Nutzfahrzeug-Zentrum der Mercedes-Benz AG in Betrieb.

Neun Monate nach dem ersten Spatenstich. Auf dem 43.000 Quadratmeter großen Areal bietet der Konzern nach eigener Aussage das „modernste Zentrum Europas”.

Am Donnerstagabend wurde die Eröffnung bereits offiziell mit Kunden des Unternehmens gefeiert. Der eigens dafür angereiste Leiter von Mercedes-Benz Lkw, Hubertus Troska, sprach natürlich von einer „guten Nachricht in einer von der Krise geprägten Zeit”. Der Aachener Niederlassungsleiter Matthias Hindemith lässt forsche Zahlen sprechen: 92 Millionen Euro habe der Umsatz am alten Standort Rothe Erde im vergangenen Jahr betragen, im IGP wolle man diese Summe erhöhen.

Dafür hat der Konzern mächtig investiert - vor allem in modernste Technik. Troska ist davon überzeugt, dass in Krisenzeiten derjenige den Wettlauf um die Kunden gewinnt, der „am nächsten an seinen Bedürfnissen arbeitet”.

Breites Service-Angebot

Die Devise klingt simpel, ist aber mit einem breiten Service-Angebot verbunden. Das reicht im IGP von der hochtechnischen Werkstatt bis zum großen Gelände mit einfachen Rangiermöglichkeiten, vom umfangreichen Ersatzteillager für Mercedes-Benz und Setra auf drei Ebenen bis hin zur Übernachtungsmöglichkeit für Fahrer. In der Lkw-Werkstatt können komplett beladene Sattelzüge mit einer Fünf-Stempel-Hebeanlage angehoben werden. Es ist die erste Anlage dieser Art in einem Mercedes-Benz-Zentrum. „Letztlich können Unternehmer nichts daran verdienen, wenn ihr Fahrzeug steht, also müssen wir die Standzeiten so kurz wie möglich halten”, fordert Hubertus Troska.

Bereits bei vielen Gelegenheiten lobte Matthias Hindemith die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Stadt. Natürlich bietet sich auch das Areal, unmittelbar zwischen den Autobahnen 44 und 4 gelegen, geradezu für ein Nutzfahrzeug-Zentrum an. 160 Tonnen Bewehrungsstahl wurden in den vergangenen Monaten verarbeitet, 56,5 Kilometer Kabel und 30,5 Kilometer Rohrleitungen verlegt.

Wenn der Betrieb am Montag beginnt, dann arbeiten etwa 100 Mitarbeiter dort. Zudem bestehen enge Kooperationen mit weiteren Unternehmen in der Region, um den Kunden einen umfassenden Service zu bieten. Matthias Hindemith ist optimistisch: „Wir können hier expandieren.”
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