Eschweiler - Frühjahrsputz: Dem Nachwuchs ist der Dreck nicht egal

Frühjahrsputz: Dem Nachwuchs ist der Dreck nicht egal

Von: Sonja Essers
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Waren auch diesmal wieder mit von der Partie und steckten mit ihrem Engagement auch andere Schulen an: die Schüler der Willi-Fährmann-Schule. Foto: Sonja Essers
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Erst mal weg mit dem Dreck vor der eigenen Tür: Die Crew unserer Zeitung kümmerte sich um mehr als die paar Meter. Foto: R. Müller

Eschweiler. Die Kinder der Don-Bosco-Schule sind hoch motiviert. Voller Elan schnappen sie sich Besen, Schaufeln, Eimer und Müllsäcke und machen sich auf die Suche.

Auf die Suche nach Müll. Während ein Teil der Schüler fleißig den Parkplatz an der Hehlrather Straße kehrt, durchforstet ein anderer Teil die Blumenbeete. Dabei entdecken die Erst- bis Viertklässler allerhand: Neben Zigarettenstummeln und Plastikmüll stoßen die Schüler auch auf Glasscherben und Hundekot. „Wir wünschen uns, dass die Menschen, die Hunde haben auch deren Hinterlassenschaften wegtun“, meint Ramona Zirmer, Koordinatorin der Offenen Ganztagsschule.

Für sie sowie die Kinder der OGS ist es selbstverständlich an der Reinigungsaktion teilzunehmen. Diese fand Mittwoch zum zweiten Mal statt und wurde von Indestädterin Brigitte Averdung-Häfner ins Leben gerufen. Unterstützt wurde diese in ihrem Vorhaben nicht nur von ihrer „Sensibilisierungs- und Aufräumtruppe Blausteinsee und Umgebung“, sondern vor allem auch durch zahlreiche Bürger.

Doch vor allem der Nachwuchs war in diesem Jahr sehr aktiv. Gemeinsam mit der Willi-Fährmann-Schule, die bereits im vergangenen Jahr trotz Osterferien fleißig mitanpackte, gingen die Verantwortlichen Brigitte Averdung-Häfner und Herbert Niessen auch auf andere Schulen in der Indestadt zu. Und siehe da: Nicht nur die Don-Bosco-Schule, sondern auch die Evangelische Grundschule sowie das Familienzentrum Jahnstraße waren mit von der Partie. Sie knöpften sich den Skaterpark sowie die Jahnstraße und die Indebrücke vor. Gestartet hatten die rund 30 Viertklässler der Evangelischen Grundschule auf ihrem eigenen Schulhof. Das war auch Ramona Zirmer wichtig: „Wir wollten vor unserer eigenen Tür sauber machen und die Kinder so dafür sensibilisieren, dass sie ihren Müll nicht mehr auf die Straße werfen.“

Doch nicht nur das Aufräumen stand auf der Hehlrather Straße im Vordergrund. Mit Hilfe der WBE wurden Insektenhotels und Nistkästen in den Bäumen angebracht. Außerdem bepflanzten die Kinder und ihre Betreuerinnen die Beete mit Stiefmütterchen, Veilchen und Bellis. „Wir machen das so lange bis der Parkplatz sauber ist“, so Zirmer. Zur Belohnung gab es für den fleißigen Nachwuchs ein Eis. Dieses wurde gesponsort von Renée Graafen und Conrad Brandt.

Blaumann nicht nötig

Initiatorin Brigitte Averdung-Häfner war mit der Beteiligung der Bürger zufrieden. Schließlich war nicht nur Bürgermeister Rudi Bertram, sondern auch viele Vertreter der verschiedenen Parteien, Vereine sowie Privatpersonen mit von der Partie. Bereits im Vorfeld hatten die „Sensibilisierungs- und Aufräumtruppe Blausteinsee und Umgebung“ sowie die Naturfreunde am Blausteinsee für klar Schiff gesorgt. Der Marathon-Club Eschweiler hatte im Stadtwald aufgeräumt. An der Weisweiler Kippe packten Anwohner mit an.

In der Innenstadt selbst wurde nicht nur fleißig gekehrt. Dort wurden auch rund 200 Taschenaschenbecher verteilt. Brigitte Averdung-Häfner kümmerte sich um die Bushaltestellen, die von ihr regelmäßig von Müll befreit werden. Dass man dafür noch nicht einmal einen Blaumann brauche, zeigte sie anhand ihres eigenen Outfits. Auch im schwarzen Minikleid könne man ohne weiteres etwas für die Umwelt tun, war sich die Indestädterin sicher.

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