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„Früher war alles besser??”: Als Sex noch eine Sünde war

Von: fe
Letzte Aktualisierung:
Sie lesen am 20. April im Kult
Sie lesen am 20. April im Kulturzentrum Talbahnhof aus ihrem Buch „Als Sex noch eine Sünde war”: Josef Stiel (rechts) und Professor Dr. Karl Pütz.

Eschweiler. Früher war alles besser! Diese Behauptung können Josef Stiel und Professor Dr. Karl Pütz nur mit bitterer Ironie aussprechen. Mit dem Titel „Als Sex noch eine Sünde war” erscheint kurz vor Ostern der von ihnen verfasste dritte Band von „Früher war alles besser??”

Diese Neuerscheinung auf dem regionalen Buchmarkt wird mit einer Lesung vorgestellt: 20. April, Talbahnhof, 19 Uhr.

Josef Stiel, Jahrgang 1944, Studiendirektor im Ruhestand, fand nun endlich Zeit und Muße, das 2003 begonnene Projekt zum Abschluss zu bringen.

Dabei geht es ihm vor allem darum, der oft beschworenen Mär von der „guten, alten” Aufbauphase in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg entgegenzuwirken. Die Adenauer-Ära war, wie sich ja später zeigte, von moralischer Enge geprägt, die ihren Ursprung in der Einstellung der Kirchen hatte, von der Politik aber bis in die Gesetzgebung hinein zementiert wurde.

Zwölf Jahre jünger, hat der Fachbuchautor und -herausgeber Prof. Dr. Karl Pütz, 1956 in Mechernich/Eifel geboren, dieselben oder ähnliche Erfahrungen in Kindheit und Jugend gemacht.

Die beiden ersten Bände von „Früher war alles besser ??” enthalten vor allem Beschreibungen aus dem praktische Alltagsleben. Der jetzt vorliegende dritte Band behandelt überwiegend die Befindlichkeit dieser Zeit, die von den engen Moralvorstellungen der beiden christlichen Kirchen geprägt war.

Alles, was mit Sexualität zu tun hatte, stand unter Generalverdacht, aufgeklärt wurde so gut wie gar nicht, Sexualität vor der Ehe war genauso verboten wie jede Form von Empfängnisverhütung. Es gab noch den sogenannten Kuppeleiparagraphen und uneheliche Kinder wurden mitsamt ihren Müttern geächtet.

Die Werbung unterstützte das Idealbild der Hausfrau und Mutter. Die Erziehung war fraglos autoritär, die Schlager dieser Zeit waren romantischer Edelkitsch. Doch langsam begehrte die Jugend auf, fand Gefallen am wilden Rockn Roll und versammelte sich auf der Kirmes an der Raupenbahn.

Veranstalter der Lesung am 20. April ist die Buchhandlung Oelrich & Drescher gemeinsam mit den beiden Autoren. Der Eintritt ist frei.
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