Fröhliches Konzert mit Lieblingsliedern der Sängerinnen

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
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Beim gemeinsamen Auftritt des Frauenchors St. Jöris und des Jugendorchesters der Aachener Musikschule in der früheren Klosterkirche von St. Jöris spendeten die Zuhörer reichlich Applaus. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Ein Konzert in der Klosterkirche von St. Jöris hat wenig von dem, was man Konzert-Atmosphäre nennt. Kein vornehmes Hüsteln, kein ergriffenes Schweigen, keine bildungsbeflissenen Pausengespräche.

Ein Konzert in St. Jöris ist eher ein fröhlicher Dorfgemeinschaftsabend, der Eintritt ist frei. Gut gelaunte Besucher sitzen an frühlingsbunt gedeckten Tischen, zwischendurch wird fleißig Bier serviert, und aus der Küche zieht der Duft von heißen Würstchen durch das historische Gemäuer.

„Lieblingslieder“ war der Titel des Sommerkonzerts am Samstag, zu dem der Frauenchor St. Jöris in die ehemalige Klosterkirche der Zisterzienserinnen eingeladen hatte. Gemeint waren die Lieblingslieder des Chores, eine bunte Mischung schöner Melodien vom Mittelalter bis zur Neuzeit und vom Kirchengesang bis zum Schlager. Lieder zum Mitsummen wie dem Titelsong „My heart will go on“ aus dem Film „Titanic“. Einigen Besuchern sah man an, dass sie bei Stücken wie „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, „Mein kleiner grüner Kaktus“ und Udo Jürgens‘ „Aber bitte mit Sahne“ am liebsten mitgesungen hätten.

Chorleiterin Katja Henkes-Rolle dirigierte, am E-Piano begleitete eindrucksvoll Regionalkantor René Rolle die Lieder. Chorsängerin Leona Hörber führte durch das Programm und erzählte Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte der Lieder. Zum Beispiel über den Texter von „Aber bitte mit Sahne“, den Kabarettisten Eckhart Hachfeld, und über die Liebeshändel von Goethe zu der Zeit, als er das Gedicht „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ schrieb. Wer das erfahren wollte, musste aber sehr genau hinhören – die Lautsprecheranlage in der akustisch ohnehin nicht optimalen Klosterkirche scheint ein Fall für den nächsterreichbaren Müllcontainer zu sein.

Der Frauenchor St. Jöris gestaltete das Programm nicht allein. Zu Gast war am Samstag das Jugendorchester der Musikschule der Stadt Aachen, das von Marion Simons-Olivier geleitet wird. Die jungen Musiker spielten klassische Werke mit eingängigen Melodien wie Gabriel Faurés Sicilienne opus 78 und den rauschhaft-sehnsuchtsvollen Walzer aus der Suite Nr. 2 von Schostakowitsch.

Gemeinsamer Auftritt

Besonders heftigen Beifall gab es nach einem gemeinsamen Auftritt des Frauenchors und des Aachener Jugendorchesters mit dem anrührenden „Over the Rainbow“, dass zuerst von Judy Garland im Film „Der Zauberer von Oz“ im 1939 gesungen wurde. In jüngster Zeit wurde die Version des 1997 gestorbenen hawaiianischen Ukulele-Spielers Israel Kamakawiwo‘ole zu einem Welthit.

Anneliese Völler, die Vorsitzende des Frauenchors, bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden. Dazu gehörten nicht nur der Chor und das Orchester, sondern auch die vielen fleißigen Helfer der St. Jöriser Stoppelhusaren und des Fördervereins des Zisterzienserinnenklosters.

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