Frauen der Scharwache bereiten Prinz Christian III. tollen Emfang

Von: se
Letzte Aktualisierung:
7119056.jpg
Das Damengremium um Moderatorin Sandra Sawall (2. von links) entführte die jecken Frauen im Saal in die Welt der Clowns. Foto: Sonja Essers

Eischwiele. Für die Frauen der Eschweiler Scharwache und deren Gäste sollte es ein Abend werden, den sie so schnell wohl nicht vergessen werden. Das Damengremium hatte sich so einiges einfallen lassen, um seinem Prinzen ein Heimspiel der Extraklasse zu bereiten.

Die Bühne in der Delio-Arena erstrahlte in den Farben blau, gelb und schwarz. An der Seite waren Luftballons angebracht. Auf einem schwarzen Vorhang war ein überdimensionaler Clown zu sehen. Dies war jedoch nicht das einzige Exemplar, das es beim Damenabend der Eschweiler Scharwache zu bestaunen gab. Die Gäste hatten sich passend zum Thema „Isch wöa at emme jea ene Clown jewäss“ herausgeputzt. Egal ob in rot, gelb oder weiß, ob als Kleid, Latzhose oder Rock. Die Clowns von heute zeigten sich an diesem Abend in vielen verschiedenen Farben und Formen.

„Et Trötchen“

Auch Sandra Sawall, die durch das bunte Programm führte sowie ihre Mitstreiterinnen vom Damengremium, Monika Addicks, Barbara Braun, Karin Krahe und Anna-Katharina Krahe, hatten sich hübsch zurecht gemacht. Bevor das Programm richtig losging, heizte Jürgen Breuer als „Et Trötchen“ den Frauen im Saal auf seiner Trompete im Miniaturformat schon einmal richtig ein. Neben eigenen Titeln hatte der Aachener auch bekannte Karnevalsklassiker wie „Drink doch ene met“ oder „Du bes die Stadt“ im Gepäck.

Dann wurde es dunkel im Saal und die Besucherinnen verwandelten die Delio-Arena mit unzähligen Leuchtstäben in ein Meer aus Lichtern. Zeremonienmeisterin Anita Hendriks führte das Damengremium auf die Bühne und Sandra Sawall begrüßte die vielen Gäste. „Isch wöa at emme jea ene Clown jewäss und wenn ich hier in den Saal gucke, bin ich mit dieser Meinung nicht allein.“

Das Programm startete mit dem Jugendmariechen der KG Rote-Funken-Artillerie. Paula Esser begeisterte die jecken Frauen mit Spagatsprüngen und Bogengängen zu flotter Musik. Für die ersten Lachtränen an diesem Abend sorgten die Scharwächter Josef Hendriks und Dr. Stefan Wilhelms. Als Marktfrauen nahmen sich die beiden gegenseitig auf die Schippe und dabei kein Blatt vor den Mund.

Auch das Rauchverbot sowie Rudi Bertram und Stefan Kämmerling wurden von ihnen nicht verschont. Zum Dauerstau auf der Röthgenerstraße hatte die beiden ihre eigene Meinung: „Häste d‘r Kreisverkehr su jrad jeschaff, jeiht ahn de Talstroß de Schrank eraf.“ Das Lied mit dem sich die beiden Scharwächter von den Damen verabschiedeten, hätte passender nicht sein können: „Ich sage wat ich meene, jon ich och daran kapott“, das von Trude Herr stammt.

Nostalgische Momente erzeugte die Jugendtanzgruppe der Eschweiler Scharwache, die zu Karnevalsliedern wie „Ich bin ne kölsche Jong“ und „Kölsche Fiesta“ die Beine warf. Da durfte eine Zugabe natürlich nicht fehlen.

Ein besonderes Highlight war auch der Auftritt von Michael Esser, Delio Duarte, Ioannis Argiriou, Theo Rinkens und Äu Lersch. Als „Die 5 singenden Wirte“ begeisterten sie mit ihrem Titel „Prost! Hurra!“. Die Showtanzgruppe der KG Nothberger Burgwache zeigte Akrobatik pur. Eindrucksvolle Hebungen, die die Tänzer mit einer Leichtigkeit ausführten, erzeugten bei den Damen im Saal Staunen. Dann war der Höhepunkt des Abends erreicht.

Während sich die Inde-Singers und die Prinzenbläser auf der Bühne positionierten, kündigte Zeremonienmeister Frank seine Tollität Prinz Christian III. an. Die Frauen im Saal waren nicht mehr zu halten. Es gab kaum einen Clown, der nicht auf den Stuhl geklettert war, um dem Gespann ein unvergessliches Heimspiel zu bereiten. Der Narrenherrscher sang an diesem Abend nicht nur die Lieder „Schtolz op Eischwiele“ und „Mani, der Esel“, sondern griff auch in die Gitarrensaiten und gab gemeinsam mit dem Scharwach-Septett einige Lieder zum Besten.

Als der Prinzentross die Bühne verlassen hatte, lauschte das Publikum gespannt den Worten von Rednerin „Achnes Kasulke“. Im Putzkittel erzählte sie von ihrem Mann Erwin und war sich sicher: „Es würden noch viel mehr Männer von zu Hause abhauen, wenn sie wüssten, wie man die Koffer packt.“ Wie sie ihren Liebsten verführt, gab sie in dem Lied „Ich hatte nur den Kittel an“ zum Besten.

Nach dieser Strapazierung der Lachmuskeln wurde es wieder Zeit für Musik. Die „Mennekrather“ animierten die Karnevalistinnen zum Mitsingen und Mitklatschen. Bei Liedern wie „Buenos Dias Matthias“, „Dat Wasser vun Kölle“ und „Hallelujah“ gab es für die Frauen kein Halten mehr. Natürlich durfte die Formation die Bühne nicht ohne die ein oder andere Zugabe verlassen.

Die Stimmung war auf dem absoluten Höhepunkt, als das Scharwachkorps einmarschierte. Neben dem Spielmannszug Grün-Weiß Lohn und den Gardetänzern hatten Präsident Georg Woepke, Kommandant Simon Hendriks und Feldwebel Michael Bierfeld auch den Stolz der Gesellschaft mit im Gepäck: das Tanzpaar Eva Gruppe und Sebastian Plönnes. Nach dem „Stippe-Föttche“ zu Ehren der Damen, stellten diese in gleich zwei Tänzen ihr Können dar.

Der Abend endete mit dem Auftritt des Trompetercorps Eefelkank, das die Damen mit Hits wie „Pirate“, „Einmal am Rhein“ und „We will rock you“ noch einmal von den Stühlen riss und zum Tanzen brachte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert