Frauen blicken auf Papua-Neuguinea

Von: anka
Letzte Aktualisierung:
weltgebet2_
„Viele sind wir, doch eins in Christus”: Beim Weltgebetstag der Frauen in der Dürwisser Pfarrkirche St. Bonifatius kamen viele Indestädterinnen zusammen, um für die Frauen aus Papua-Neuguinea zu beten. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. Herrscht auf der Welt und unter den Menschen überhaupt noch Einigkeit? In Zeiten der immer größer werdenden Gier und der weltweiten Wirtschaftskrise scheint es als ginge diese Einigkeit immer weiter verloren.

Doch dem ist nicht in jeder Hinsicht so, was am Freitagnachmittag der alljährlich stattfindende Weltgebetstag der Frauen bewies. Auf der ganzen Welt versammelten sich nämlich zum gleichen Zeitpunkt viele Frauen, um Hand in Hand für andere Frauen zu beten und Gott zu danken.

Unter dem Leitmotiv „Viele sind wir, doch eins in Christus”, kamen auch in der Dürwisser Pfarrkirche St. Bonifatius rund 200 Indestädterinnen zusammen und feierten gemeinsam einen ökumenischen Wortgottesdienst.

In diesem Jahr waren es Frauen aus Papua-Neuguinea, die die Texte und Lieder verfassten und die in den Vordergrund des Weltgebetstages rückten. „Dieser Gottesdienst ist eine Horizonterweiterung in geistlicher, kultureller und konfessioneller Hinsicht”, wies Pfarrer Ralf Osnowski die Frauen darauf hin, dass der Nachmittag zum einen informativ und zum anderen vor allem gemeinschaftlich sei, so dass das Leitmotiv immer wieder zu spüren sei.

So entführten die Gebete und Texte die Zuhörerinnen auf die pazifische Inselgruppe, beschrieben die dortigen Lebensweisen der Frauen, die Natur und besonders den Glauben an Gott, der die Menschen zusammenführt und vereinheitlicht.

„Frauen, die die Texte schreiben, erzählen anderen Frauen von ihren Nöten”, nannte Sophia Pönsgen, die neben Karin Schwarz, Inge Wißmann und Maria Taxhet die Organisation des Eschweiler Weltgebetstages in die Hand genommen hatte, den Sinn des Zusammenkommens.

„Frauen auf der ganzen Welt sprechen für Frauen eines bestimmten Landes, sie sind das Sprachrohr dieser Frauen”, trug Angela Pohl einen Gedanken vor, der das Ziel des Weltgebetstages genau erfasste. Denn der einigende Glaube an Christus sorge dafür, dass konfessionelle Grenzen überschritten würden. Darüber hinaus lade das Motto zum Aufmachen, Menschsein und zum Kennen- und Schätzenlernen neuer Menschen ein. Damit verbunden ist auch die Kollekte, die zusätzlich zum Gebet die Solidarität der Frauen für Papua-Neuguinea zum Ausdruck bringt.

Jedes Jahr findet der Weltgebetstag der Frauen, an dem sich Eschweiler stets beteiligt, statt. Im Wechsel wird dieser ein Jahr in einer evangelischen Pfarrgemeinde und ein Jahr in einer katholischen Kirche gefeiert. 2010 werden die Kameruner Frauen weltweit von ihren Anliegen berichten. Dann sind die Indestädterinnen in die Dreieinigkeitskirche Stadtmitte zum Singen, Beten und Bitten eingeladen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert