Eschweiler - Forschen auf hohem Niveau über Grenzen hinweg

Forschen auf hohem Niveau über Grenzen hinweg

Von: ran
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Forschen auf hohem Niveau: 17
Forschen auf hohem Niveau: 17 Schüler des Bundesrealgymnasiums Kufstein sowie der Bischöflichen Liebfrauenschule beschäftigten sich eine Woche lang mit der „Energieversorgung von Morgen”. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Sich fünf Tage lang mit naturwissenschaftlichen Aufgabenstellungen beschäftigen, dazu Gleichaltrige aus einem anderen Land kennenlernen, Bekanntschaften machen und vielleicht auch Freundschaften schließen - zum siebten Mal fand in der vergangenen Woche der „Science-Workshop” der Bischöflichen Liebfrauenschule in Kooperation mit dem Bundesrealgymnasium Kufstein statt.

Am Sonntagnachmittag erreichten acht östereichische Schüler mit ihrem Lehrer Oswald Hopfensperger den Eschweiler Hauptbahnhof. Einen Tag später begann gemeinsam mit neun naturwissenschaftlich begabten Schülern der neunten Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule die Forschungsarbeit, die vor allem unter den Überschriften „regenerative Energien” und „Energieformen für Morgen” stand.

Zunächst standen bis einschließlich Mittwoch drei Labortage auf dem Programm. In kleinen Gruppen experimentierten die 17 jungen Naturwissenschaftler zu den Themen „Alkoholische Gärung” (Biologie), „Brennstoffzelle” und „Gewinnung von Wasserstoff” (Chemie) sowie „Energieeinsparung” und „Energiegewinn aus regenerativen Energieformen” (Physik).

Exkursionen ergänzten das „Forschungsprogramm”: So startete die internationale Schülergruppe am Mittwochnachmittag in Richtung des Windparks Aachen, am Donnerstag folgte der Besuch des Abenteuer-Wissenspark „Odysseum” in Köln. „Dort haben wir uns auf die Suche nach unserem ökologischen Fußabdruck´ gemacht. Das heißt, wir haben uns mit der Frage beschäftigt, welche Konsequenzen hat unser momentaner Umgang mit unseren Ressourcen und Rohstoffen?

Das Ergebnis: Eigentlich bräuchten wir eineinhalb Welten”, betont Carsten Gier, Physiklehrer an der Bischöflichen Liebfrauenschule, der gemeinsam mit seinen Kollegen Thomas Wurm (Biologie) und Sebastian Plum (Physik) den diesjährigen Projektorganisator Dr. Bernhard Collet unterstützte und die Kooperation beider Schulen mit Oswald Hopfensperger ins Leben rief.

„Im Jahr 2003 haben sowohl das Bundesrealgymnasium Kufstein als auch die Bischöfliche Liebfrauenschule an einem von der EU geförderten und auf drei Jahre ausgelegten Comenius-Projekt teilgenommen. Dort haben wir uns kennengelernt und schnell die Idee entwickelt, die Kooperation über die drei Jahre hinaus fortzusetzen”, erinnert sich Carsten Gier. Inzwischen ist die Zusammenarbeit fester Bestandteil der Schulkonzepte beider Einrichtungen.

„Ein entscheidender Aspekt dieser Workshops ist, dass es sich bei den Teilnehmern um begabte Schüler handelt, die eine Woche lang auf deutlich höherem Niveau, nämlich dem der Oberstufe, arbeiten können, als es im herkömmlichen Unterricht möglich ist”, stellt der Pädagoge klar. Wobei kulturelle und private Aspekte des Schüleraustauschs ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Untergebracht in den Familien der Eschweiler Schüler besuchten die Gäste aus Tirol mit den indestädtsichen Gastgebern den Aachener Dom und genossen während eines Spaziergangs durch Köln den Ausblick von der Hohenzollernbrücke. „Dabei entstehen Freundschaften, deren Basis allerdings teilweise schon via Facebook im Vorfeld des Austauschs gelegt wurde”, berichtet Carsten Gier.

Eine sehr positive Bilanz des Science-Workshops ziehen auch die Schüler selber: „Im Voraus wussten wir nicht genau, was auf uns zukommt. Aber die Erwartung, dass es anspruchsvoll wird, wurde absolut erfüllt. Chemie war richtig schwierig, doch es gab in den vergangenen Tagen auch schön entspannte Momente”, so Lea Terhaag, Schülerin der 9a der Liebfrauenschule.

Laura Schmid aus Kufstein bestätigt, dass das Niveau des Workshops höher war als die Anforderungen des normalen Schulunterrichts. „Das Arbeiten, aber auch die gemeinsam verbrachte Freizeit mit den Schülern aus Eschweiler hat großen Spaß gemacht”, so die Tirolerin. In die gleiche Kerbe schlägt Oswald Hopfensberger: „Schüler aus verschiedenen Ländern, aus dem Hoch- und dem Tiefland, haben sich wunderbar ergänzt”, schmunzelt er. Die Ergebnisse der Arbeit sind innerhalb der Bischöflichen Liebfrauenschule in einer kleinen Ausstellung noch einige Zeit nachzuvollziehen.

Im nächsten Schuljahr werden sich dann Liebfrauenschüler der neuen neunten Jahrgangsstufe zum Gegenbesuch in Richtung Süden aufmachen, Dann steht in Kufstein der „Science-Workshop” Nummer acht auf dem Stundenplan.
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