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Fliegen, Gestank und Empörung: Monster-Misthaufen am Spazierweg

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
Letzte Aktualisierung:
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Anwohner und Spaziergänger ärgern sich über einen 150 Meter langen Misthaufen an der „Alten Ziegelei” zwischen Röthgen und Bergrath. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. 20 Meter breit, 150 Meter lang und bis zu zwei Meter hoch - über Monate hinweg hat ein Landwirt in Röthgen Pferdemist auf einem Feld abgelagert. Nachdem sich jetzt Anwohner über den Gestank und eine unerträgliche Fliegenplage beschwerten, griff das Ordnungsamt ein. Der Bauer muss den Monster-Misthaufen beseitigen.

Zwischen dem Feldweg „Alte Ziegelei” und der Bahnlinie Aachen-Köln liegt der Misthaufen. Mehr als tausend Tonnen Pferdemist, so schätzen Anwohner, sind dort angekarrt worden - der Landwirt habe über Monate hinweg täglich Mist dort abgeladen, sogar an Sonntagen und Feiertagen. „Und wenn sich einer beschwert, hat der auch noch den Stinkefinger gezeigt!” ereifert sich Gerhard Nolten, der wenige hundert Meter entfernt seinen Garten hat.

Der Feldweg „Alte Ziegelei” ist ein beliebter Spazier- und Radweg, er verbindet das Röthgener Oberdorf mit dem Stadtteil Bergrath. Viele Anwohner gehen dort mit ihren Hunden spazieren. So auch Sibille Hartmeyer, die über eine Fliegenplage in den vergangenen heißen Wochen berichtet: „Wir hatten Fliegen ohne Ende in der Wohnung”. Von Fliegenscharen auf dem Frühstückstisch und einer heftigen Geruchsbelästigung berichtet auch die Familie Nolten. Gerade bei der schwülen Hitze der vergangenen Wochen sei das unerträglich gewesen.

Die Stadtverwaltung erhielt aber erst vor einer Woche Kenntnis von der Mist-Miete. Die Reaktion: Klar, der Haufen muss weg. „Wir haben die Landwirtschaftskammer informiert und dem Landwirt aufgegeben, den Haufen zu entfernen”, sagt Stefanie Errens vom Ordnungsamt. Nach Auskunft der Landwirtschaftskammer darf Pferdemist unabgedeckt nur zwei Wochen lang als Haufen auf Feldern lagern. Dann muss er aufgebracht werden. Aufbringen reiche aber - es sei nicht notwendig, ihn auch unterzuarbeiten. Dieses verteilen als Dünger auf den Feldern sei ganzjährig erlaubt.

Anfang der nächsten Woche will das Ordnungsamt kontrollieren, ob der Landwirt der Aufforderung nachgekommen ist. Falls nicht, müsse er mit weiteren Maßnahmen der Stadt rechnen.
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