Eschweiler-Dürwiß - Fleißige Helfer sammeln Müll am Blausteinsee

Weltmeisterschaft Weltmeister WM Pokal Russland Fifa DFB Nationalmannschaft

Fleißige Helfer sammeln Müll am Blausteinsee

Von: cheb
Letzte Aktualisierung:
16441023.jpg
Udo Thorwesten (rechts) sammelte mit vielen Helfern wieder jede Menge Müll am Blausteinsee. Foto: Christian Ebener

Eschweiler-Dürwiß. Bald ist es wieder soweit: Die Temperaturen klettern nach oben und jede Menge Gäste aus der Region besuchen den Blausteinsee, der ein echtes Aushängeschild der Indestadt geworden ist. Der Besucheransturm bedeutet aber auch: viel Müll.

Verlorene Badeschlappen, stehengelassene Bierflaschen und davongewehte Plastikverpackungen – sie alle landeten am vergangenen Wochenende in den Müllsäcken von Udo Thorwesten. Der Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde säuberte zum elften Mal mit Helfern vom Technischen Hilfswerk, den Naturschutzverbänden und sonstigen Ehrenamtlern die nördlichen, östlichen und südlichen Uferabschnitte des Sees, große Teile davon sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

30 Helfer wollen dem Müll Einhalt geben

30 Helfer hatten sich einmal mehr gefunden, um dem Müll Einhalt zu gebieten. Thorwesten ist klar, dass nicht jeder Unrat aus Absicht liegen bleibt, trotzdem liegt es ihm am Herzen, dass jeder Gast den Blausteinsee möglichst so hinterlässt, wie er ihn vorfindet. Das bedeute nicht nur eine höhere Aufenthaltsqualität für jeden Besucher, sondern auch mehr Schutz für die Tiere. Der Westwind hatte wieder zahlreiche Überreste in das Naturschutzgebiet gegenüber der Seebühne getragen. Tierischer Nachwuchs, der im Frühling zu erwarten ist, kann sich in den Schnüren oder Verpackungen verfangen oder sie ungewollt verschlucken.

Eine positive Tendenz konnte Thorwesten jedoch ausmachen: Die Müllmenge werde langsam weniger. Immer öfter finden die Helfer jedoch Überreste von Luftballons am See. Diese sind beliebt als Dekoartikel bei Feiern oder einfach als Spielzeug für Kinder.

Jeder verlorene Ballon am Ufer ist aber nicht einfach aus der Welt, erklärte Thorwesten. Meistens kommen sie schon nach wenigen Meter wieder herunter und landen am Ufer. Die sehr reißfesten Schnüre sind besonders gefährlich für die dortigen Tiere, die sich darin verheddern können.

Sein Aufruf ist daher, doch auf solche Dekorationen zu verzichten. Das gilt ebenso für Teelichter, die gerne nachts auf dem See ausgesetzt werden und schließlich im Wasser versinken. Doch es geht noch kurioser, so wurden im See auch Stühle der Gastronomie gefunden. „Hirnlos“, kann Thorwesten so eine absichtliche Verschmutzung nur kopfschüttelnd nennen. Auf dem Grund des Sees sammelt sich so immer mehr Müll an, der weitaus schwieriger zu entfernen ist als die Überbleibsel am Ufer.

Naturschutzbehörde kontrolliert am Ufer

„Am saubersten ist es, wenn man sich eine Kerze anmacht, davor setzt und wenn sie ausgebrannt ist wegschmeißt“, so Thorwesten, der weiß, dass es so einfach nicht ist. Daher nimmt die Naturschutzbehörde immer wieder Kontrollen am Ufer vor, betont er. Oft kann bereits aus der Ferne ausgemacht werden, wo jemand ein Feuer anmacht oder sich im Naturschutzgebiet herumtreibt. Die Behörde könne dann einschreiten oder sogar die Polizei hinzurufen. Dies sei bei manchen Gästen leider sogar notwendig, sagte Thorwesten.

So sehr er sich über die jährliche Unterstützung des THW und vieler Stammgäste freute, machte er klar: „Die Müllsammelaktion wäre nicht nötig, wenn die Leute sich etwas anstrengen.“ Man könne den meisten Müll schließlich kostenlos loswerden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert