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Film-Reise entlang der Rur: Menschen und Landschaften am Fluss

Von: Andreas Röchter
Letzte Aktualisierung:
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Der Arbeit mit der Kamera folgten Stunden am Computer: Nun steht der Dokumentarfilm von Günter Frühauf und seinem Mitstreiter Egon Weber über die Rur kurz vor seiner Vollendung. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Begonnen hat alles mit Amateurfilmaufnahmen im Urlaub. Dass Günter Frühauf aber einmal unter die „Dokumentarfilmer” gehen würde, war nicht abzusehen. Doch in Zusammenarbeit mit seinem Mitstreiter Egon Weber aus Inden-Altdorf ist der Wahl-Dürwisser auf dem besten Weg, nach mehr als zwei Jahren ein Werk abzuschließen, das die Schönheit der Region unterstreichen soll und wird.

Im Mittelpunkt des Films, dessen genauer Titel noch nicht bekannt ist, steht die Rur. Genauer gesagt, die Landschaft, durch die der Fluss von seiner Quelle im belgischen Sourbrodt bis in das niederländische Roermond, wo er in die Maas mündet, fließt. Und, nicht zu vergessen, die Menschen, die an und mit ihr leben und arbeiten.

Eine Premiere wird die Fertigstellung des Films für Günter Frühauf und Egon Weber aber nicht sein. Denn das Duo schuf bereits einen Vorgänger. „Entlang der Inde: Von der Quelle bis zur Mündung” lautet der Titel des Erstlingswerks, das die beiden Hobbyfilmer im Jahr 2007 der Öffentlichkeit in Eschweiler vorstellten und das sich seitdem bei vielen heimatverbundenen Menschen großer Beliebtheit erfreut.

Rund 30 Stunden Filmmaterial haben Günter Frühauf und Egon Weber seit Drehbeginn im Jahr 2008 gesammelt. Übrig geblieben sind 80 Minuten, die den Betrachter auf eine Reise mitnehmen, die an den Rurquellen in Belgien beginnt und über Monschau, dem Rursee, Heimbach, Nideggen, Düren, Jülich, Linnich, Heinsberg bis nach Effeld an die deutsch-niederländische Grenze führt und schließlich in Roermond ihren Abschluss findet.

„Keine leichte Aufgabe, so viel Material zu sichten und dann zu entscheiden, was im Film zu sehen sein solll und was nicht”, erinnert sich Günter Frühauf auch an so manche Diskussion mit seinem Mitstreiter. „Ausgangspunkt für uns war, ähnlich wie beim Film über die Inde, die Schönheit unserer Heimat herauszustellen. Und dazu gehören Landschaften, aber natürlich auch die Menschen”, betont Günter Frühauf, der sich bei allen Mitwirkenden für die Unterstützung bedankt. „Überall wo wir nachgefragt und nach Informationen gesucht haben, hat man uns bereitwillig Auskunft erteilt”. blickt der 1934 in Niederschlesien Geborene zufrieden zurück.

Dass auch Indestädter im „Rurfilm” eine Rolle spielen, ist natürlich Ehrensache. So sind etwa die Wassersportler des Eschweiler Kanuclubs mit „Äu” Lersch an der Spitze verewigt. Doch neben den zahlreichen Möglichkeiten, Sport an und auf der Rur zu treiben, spielt auch die Industrie entlang des rund 170 Kilometer langen Flusses eine wichtige Rolle.

So zum Beispiel der Anbau der Zuckerrübe und deren Verarbeitung in einer Zuckerfabrik oder die Herstellung von Papier. „Wir haben uns einfach umgesehen und gezeigt, was sich links und rechts der Rur tut”, verdeutlicht der 76-Jährige, der in Zwickau Bergbau studierte und seit 1959 Dürwiß seine Heimat nennt. Und so sind neben wunderschönen Landschaftsaufnahmen auch kleine Porträts von Menschen, Ortschaften und Gebäuden Bestandteile des Films geworden.

Nun steht also bereits der zweite Dokumentarfilm unmittelbar vor seiner Vollendung. Das Material ist gesichtet und geschnitten. Und auch der Text, der die Bilder des Films erklären wird, ist geschrieben und korrigiert. Aufgesprochen werden muss er allerdings noch. Diese Aufgabe übernimmt mit Adrian Beric, der beim Südwestdeutschen Rundfunk arbeitet, ein Profi, dessen Stimme bereits auf dem Indefilm zu hören ist.

„Um diesen Film in die Tat umsetzen zu können, mussten wir viel Aufwand betreiben. Hunderte von Kilometern im Auto liegen hinter uns, zahlreiche Terminabsprachen waren notwendig. Hinzu kommen Luftaufnahmen aus einem Flugzeug, einem Zwei-Mann-Hubschrauber sowie einem Ballon”, berichtet Günter Frühauf, ehemalis Betriebsführer des Tagebaus Zukunft in Inden, nicht ohne Stolz. „Hält man dann das nahezu fertiggestellte Produkt endlich in Händen, ist das schon ein schönes Gefühl”, ist der Indestädter überzeugt, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

Verkaufserlös kommt gutem Zweck zu

Auch fernsehtauglich sind die Filmaufnahmen von Günter Frühauf und Egon Weber. Strahlte der WDR immerhin Ausschnitte des Films über die Inde aus, war der gesamte Film bereits mehrmals im Center TV zu sehen. Gleiches ist nun für den Rurfilm geplant.

Darüber hinaus möchten die beiden Filmemacher mit ihrem Werk auch etwas für den guten Zweck tun. „Ziel ist es, durch den Verkauf zunächst die entstandenen Kosten zu decken. Einen möglichen Überschuss werden wir einer wohltätigen Organisation zur Verfügung stellen”, erklärt Günter Frühauf.

Der Öffentlichkeit präsentiert wird der Film im März in der Evangelischen Gemeinde in Inden/Altdorf. Für interessierte Indestädter wird der Film, so hofft Günter Frühauf, in der zweiten Januarhälfte in Eschweiler Büchereien erhältlich sein.

Weitere Informationen sind bei Günter Frühauf unter 52353 und bei Egon Weber unter 02465/1736 zu bekommen.
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