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FH-Aachen und Kazakh National Academy kooperieren

Von: Andreas Gabbert
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Eschweiler. Studenten aus Kasachstan werden in Zukunft wohl auch nach Eschweiler kommen, um etwas über Design zu erfahren.

Eine Woche lang war der in Eschweiler lebende Künstler Alexander Göttmann mit den Design-Professoren Karel Boonzaaijer und Ilka Helmig der Fachhochschule (FH) Aachen in seine alte Heimat nach Kasachstan gereist, um an der Kazakh National Academy Vorlesungen zu halten und sich über Methoden und Techniken auszutauschen.

„Die Verantwortlichen dort sind meine Freunde, ich habe mit ihnen studiert und möchte gerne helfen”, sagt Göttmann. Freundschaft bleibe schließlich immer bestehen, in guten wie in schlechten Zeiten.

Göttmann, der selbst an dieser Akademie studiert hat, hatte das Gefühl, dass man dort nicht mehr auf dem neuesten Stand sei. Während man in den Designstudiengängen an der FH Aachen viel am Computer arbeite, lege man in Kasachstan mehr Wert auf die handwerklichen Fähigkeiten. „Das ist nicht schlecht, aber man muss auch mit der Zeit gehen”, sagt Göttmann. „Nur mit den Händen geht es heute nicht mehr.”

Nichtsdestotrotz ist der Stift für Göttmann immer noch das wichtigste Werkzeug eines Designers, um Ideen direkt umzusetzen und Skizzen anzufertigen. „Das ist ein praktisches und universelles Werkzeug. Ein Designer arbeitet rund um die Uhr und muss seine Ideen jederzeit einfangen können, denn die kommen, wann sie wollen.”

„Licht und Papier”

Der erste Tag in Kasachstan diente dem Kennenlernen. Am zweiten Tag standen Vorlesungen der Aachener Professoren auf dem Programm. Am dritten Tag startete schließlich ein Workshop unter dem Titel „Licht und Papier”.

Mit der Leitung der Akademie habe man viel und angeregt diskutiert, berichtet Göttmann. Jeder habe zunächst auf seiner Meinung bestanden.

Die Kooperationsvereinbarung, die bei einem Besuch kasachischer Studenten 2007 in Deutschland geschlossen wurde, wurde erweitert und ausgebaut. Neben Informationsaustausch und gemeinsamen Projekten soll es in Zukunft einen Studentenaustausch geben, bei dem zwei bis drei Studenten jeweils für ein Semester die Universität wechseln.

Details wie Finanzierung und Unterbringung müssen noch geklärt werden. Göttmann hält es auch für möglich, dass die Studenten nicht nur in Aachen an der FH arbeiten werden, sondern auch in Eschweiler in seinem Atelier. Bereits 2007 war eine Gruppe in seinem Haus untergebracht. Damals handelte es sich aber um ein kurzes Kennenlern-Praktikum und nicht wie jetzt um ein ganzes Semester, so dass noch eine Unterkunft für die Gäste gefunden werden muss.

Praktische Erfahrungen

Die Studenten sollen aber in Deutschland nicht nur theoretische, sondern auch praktische Erfahrungen sammeln. „Sie sollen anderen Studenten von ihren Erfahrungen berichten. Die Lust, Englisch zu lernen, soll geweckt werden, und vor allem sollen sie sich für neue Dinge öffnen”, erklärt Göttmann.
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