Feuerwehr: Der Nachwuchs wird immer wichtiger

Von: tob
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Nachwuchs für die Feuerwehr, wie hier im Bild, zu finden, wird immer schwieriger. Symbolbild: dpa

Eschweiler. Ein Problem komme auf alle Feuerwehren zu, sagt Axel Johnen, Leiter der Feuerwache Eschweiler: Insbesondere tagsüber werde es schwieriger, Freiwillige zu aktivieren.

Es gebe mehrere Gründe, sagt Johnen. „Zum einen arbeiten viele Menschen nicht an ihrem Wohnort, und zum anderen wächst der Druck in den Firmen.“ Allerdings habe er in Eschweiler noch von keinem Feuerwehrmann gehört, dass es Probleme in der Firma gegeben habe. Sehr wohl habe er aber schon Firmenchefs am Telefon gehabt, die gefragt hätten, warum der Mitarbeiter denn jetzt schon wieder alarmiert worden sei. „Wenn man in Ruhe mit den Firmeninhabern telefoniert, zeigen sie aber dann schon Verständnis“, sagt Johnen.

Bei der Eschweiler Feuerwehr habe es noch keine Probleme bei Einsätzen gegeben. Dennoch steuere man entgegen, sagt Johnen. „Bei bestimmten Einsatzstichworten wird mehr Personal alarmiert“, erklärt Johnen. Drei Löschzüge statt bisher zwei werden zu Einsätzen gerufen.

Das nützt natürlich nichts, wenn es irgendwann generell nicht mehr genug Feuerwehrmänner gibt. Nun könnte man natürlich argumentieren, dass mehr Hauptamtliche eingestellt werden müssen. Das ist – wie könnte es anders sein – eine finanzielle Frage. Die Kosten für einen Feuerwehrmann beziffert Axel Johnen auf 50.000 bis 60.000 Euro pro Jahr.

Also müssen ausreichend Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr her. Und da heißt es: Je früher, desto besser!

Quereinsteiger gebe es nämlich so gut wie gar nicht mehr, sagt Johnen. Der Nachwuchs muss also aus der Jugendfeuerwehr kommen. In der Indestadt seien die Jugendgruppen gut gefüllt, so Johnen. Es gebe sogar Wartelisten. Man müsse selbstverständlich weiter viel investieren. Es sei schlimm, wenn ein junger Kamerad, in den viel Zeit und Arbeit investiert wurde, nach der Jugendfeuerwehr aufhöre.

Bei einem weiteren Projekt steht die Eschweiler Feuerwehr Gewehr bei Fuß: der Kinderfeuerwehr. Das Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG) stehe kurz vor einer Novellierung, so der Wachleiter.

Spielerisch einsteigen

Derzeit können Kinder ab einem Alter von zehn Jahren spielerisch bei der Wehr einsteigen. Künftig soll das ab einem Alter von sechs Jahren möglich sein. Axel Johnen begrüßt diese Initiative. „Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen“, sagt er. Deshalb müsse die Feuerwehr auch früh dabei sein.

Interessenten gebe es bereits: sowohl Betreuer, als auch Kinder, die in den Startlöchern stehen.

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