„Fats Jazz Cats”: Vorweihnachts-Jazz mit Zaubereien

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What a wonderful band! Die „Fats Jazz Cats” stimmten das Eschweiler Publikum im Kulturzentrum Talbahnhof musikalisch auf ein sehr jazziges Weihnachtsfest ein.

Eschweiler. Fröhlich, unbeschwert und sehr weihnachtlich: Die „Fats Jazz Cats” zeigten am Sonntag im Talbahnhof ihre Version von Vorfreude auf das Weihnachtsfest. „Christmas Time in New Orleans” hieß das Motto des mehr als dreistündigen Konzerts. Fröhliches, unbeschwertes Musizieren - aber es gab dabei auch Gänsehaut-Momente.

Etwa als Dr. Horst Bodden auf der Mundharmonika „What a wonderful world” spielte, von Feri Németh auf dem Saxophon dabei ganz sanft begleitet. „What a wonderful band!” rief Fats Lumma in den Saal, und da hatte er Recht.

„New Orleans Voodoo”

Vor den Fenstern des Kulturzentrums Talbahnhof rieselte leise der Schnee, drinnen spielten die Jazz Cats „Let it Snow”, obwohl sie sich das Gegenteil wünschten, nämlich dass es aufhören möge zu schneien. Denn alle, Musiker und Zuhörer, wollten ja noch einigermaßen sicher nach Hause kommen. Und siehe da: bei „Silver Bells” hörte, wie zuvor angekündigt, der Schneefall erst einmal auf. Das sei „New Orleans Voodoo”, befand Fats.

Das Publikum hatte beim Weihnachtskonzert der beliebten Jazz-Formation viel zu Applaudieren. Nicht nur nach den Stücken, auch zwischendurch, bei den vielen exzellenten Soli der Bandmitglieder: Fats von Gerolstein (Trompete und Gesang), Feri Németh (Tenorsaxophon), Dr. Bernd Kröger (Kontrabass), Dr. Horst Bodden (Banjo, Gitarre, Mundharmonika), Jo Hellenbrand (Schlagzeug) und als Gast David Senior aus Antwerpen an der Posaune. Und bei Stücken wie „Rudolf the red nosed reindeer” wurde ohnehin begeistert durchgeklatscht. Besonders gefeiert wurde immer wieder Feri Németh, dessen ausgedehnte, kraftvolle Saxophon-Soli tatsächlich wie Voodoo, wie eine musikalische Zauberei, anmuteten.

Dr. „Fats” Lumma versteht sich als Botschafter des New Orleans Jazz und seiner historischen Wurzeln. Deshalb gab es in den beiden Pausen des Konzerts auch Informationen in Bildern (in der ersten Pause) und mit einem Film. Auf der Leinwand im Talbahnhof leuchteten zum Beispiel Fotos von afrikanischen Weihnachtsbräuchen auf. Diese Bräuche, so erläuterte der Bandleader, habe es in Afrika schon vor der Begegnung mit dem Christentum gegeben. Auch Straßenparaden gab es zu sehen, und Bilder vom Aufbau der Stadt New Orleans.

Renew New Orleans

Große Teile der Stadt im Süden der USA waren am 29. August 2005 vom Hurrikan Katrina zerstört worden. Für ein Wiederaufbau-Projekt rund um die katholische Kirche St. Augusta sind in den vergangenen Jahren Spendengelder auch vieler Eschweiler Bürger geflossen. Lumma und seine Band engagieren sich mit Nachdruck für den Aufbau der Stadt. „Renew New Orleans” (Erneuert New Orleans) ist sogar auf den Krawatten der Jazzmusiker eingestickt.
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