Eschweiler - „Fats & Friends“ begeistern ihr Publikum mit jazziger Weihnacht

„Fats & Friends“ begeistern ihr Publikum mit jazziger Weihnacht

Von: zsa
Letzte Aktualisierung:
6835161.jpg
Mit bewegendem Weihnachts-Jazz verbreiteten „Fats & Friends“ Weihnachtsstimmung im Talbahnhof: Jan Carpentier, Uwe Düppengießer, Dr. Klaus Lumma, Dr. Bernd Kröger und Melanie Steffens (von links). Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. „Es ist ein bisschen warm für Weihnachten, aber wir machen es gleich winterlich.“ Diese Anmoderation von Sängerin Miss Melli (Melanie Steffens) sollte beim Weihnachtskonzert von „Fats & Friends“ kein leeres Versprechen bleiben.

Am Samstagnachmittag sorgten Dr. Klaus Lumma, besser bekannt als Fats von Gerolstein, und seine Band zusammen mit der charismatischen Sängerin und Schauspielerin aus dem Kölner Millowitsch-Theater im Talbahnhof für Weihnachtsstimmung pur.

Dabei ist Fats mit Weihnachts-Jazz à la New Orleans schon lange im Talbahnhof vertreten: erst mit der Aachener Sun Lane LTD New Orleans Jazzband, dann mit Julians Friends aus Gent, immer wieder mit Fats’ Jazz Cats und Überraschungsgästen. Nun präsentierte er zum zweiten Mal in der Besetzung mit Sängerin Miss Melli, dem leidenschaftlichen Pianisten Dr. Frank Carpentier, dessen Bruder Jan Carpentier an der Posaune, Fats‘ langjährigem Kontrabassisten Dr. Bernd J. Kröger und dem Drummer Uwe Düppengießer Christmas-Jazz vom Feinsten.

Von langsamen Stücken wie „I’ll be home for Christmas“, „Have yourself a merry little Christmas“, und „White Christmas” über Lieder mit viel Jazz wie „Christmas in New Orleans”, „Tell it on the Mountains” und „Glory, glory Halleluja” bis hin zu rockigen Songs wie „Jingle Bells”, „Santa Clause is coming to Town” und „Rudolph, the rednosed Reindeer” spielten „Fats & Friends” eineinhalb Stunden lang eine große Auswahl an Weihnachtsmusik. Dabei bewies das Sextett, dass Weihnachten und Jazz perfekt harmonisieren.

Auf ihre eigene Weise

Mit ihrer ruhigen, einfühlsamen, aber auch kraftvollen Stimme intonierte Melanie Steffen alias Miss Melli bekannte Weihnachtsmelodien auf ihre ganz eigene Weise. Dr. Klaus Lumma begeisterte das Publikum wieder als Ass an der Jazz-Trompete und auch Jan und Dr. Frank Carpentier an Posaune und Piano, Dr. Bernd Kröger am Kontrabass sowie Schlagzeuger Uwe Düppengießer „lebten“ den Jazz an diesem Nachmittag.

Zusätzlich hatte Fats auch seine „Renew Brass Band“ mitgebracht, die zum Auftakt des Konzertes direkt für gute Stimmung gesorgt hatte. Und auch während der Pause kam die bunt gemischte Gruppe aus Eschweiler Musikern wieder zum Einsatz und spielte die Hymne „Just a closer walk“ für den am 11. Dezember verstorbenen Jazz-Musikproduzenten George H. Buck. Eine Tradition, die natürlich aus New Orleans kommt und ein Stück, welches die Renew Brass Band und Fats von Gerolstein vor kurzem anlässlich des Todes des großen Nelson Mandela aufführten.

„Fats & Friends“ hatten sichtlich Spaß auf der Bühne, die mit einem kleinen Beistelltisch und einer Lampe darauf an ein gemütliches Wohnzimmer erinnerte. Natürlich dauerte es nicht lange und der Funke sprang auch auf das Publikum im vollbesetzten Saal über. Es schnippte, klatschte und sang sogar mit – bei „Silent Night“ beziehungsweise „Stille Nacht, heilige Nacht“ sogar durchgehend.

Die sechs Musiker begeisterten aber nicht nur mit besinnlichen Weihnachtsliedern, zu denen auch „Mary’s Boychild“, „The Christmas Song“ und Elvis’ „Blue Christmas“ zählten, sondern Sängerin Miss Melli erzählte zwischendurch auch noch zwei persönliche Weihnachtsgeschichten der etwas anderen Art. „Wer hat schon einen Weihnachtsbaum?“, fragte die Aachener Künstlerin zunächst ihr Eschweiler Publikum. Schnell hatten die meisten ihre Hand erhoben. Doch einige gaben zu so kurz vor Weihnachten noch keinen Baum zu haben. Ähnlich erging es Melanie Steffens’ Familie an zwei Weihnachten als die Sängerin noch ein Kind war.

Hässlicher Weihnachtsbaum

Einmal brachte der Vater dabei auf den letzten Drücker nur noch einen hässlichen, kleinen und verbogenen Weihnachtsbaum mit nach Hause, der sich auch nicht mit einem angebundenen Besenstiel gerade rücken ließ. Und einmal kaufte Vater Josef einen Baum, der Heiligabend plötzlich alle Nadeln verlor und den er aus Wut dann durch das leider noch geschlossene Fenster warf. Da konnten die vielen Zuhörer im Saal nur schmunzeln und hoffen, dass ihnen am Heiligabend solche Missgeschicke nicht passieren.

Mit dem Stück „Stille Nacht, heilige Nacht“, das den Anwesenden richtig unter die Haut ging, wollten sich „Fats & Friends“ vom Publikum verabschieden. Doch mit verdienten stehenden Ovationen und lautem Beifall forderte es ausdrücklich eine Zugabe. Hier kam dann erneut die „Renew Brass Band“ ins Spiel und geleitete die Zuhörer mit einem beschwingten „When the Saints go marching in“ bis zur Tür.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert