Eschweiler/New Orleans - Father LeDoux sagt den Indestädtern Danke

Father LeDoux sagt den Indestädtern Danke

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Father LeDoux signiert sein Bu
Father LeDoux signiert sein Buch. Im Hintergrund Fats, Carlos Valladares und Patrice Fisher.

Eschweiler/New Orleans. Wie fast jedes Jahr im Frühling schickt Dr. Klaus Lumma alias Fats von Gerolstein Grüße aus seiner 2. Heimat, der Geburtsstadt des Jazz. Seit Hurricane Katrina die Stadt vor Jahren verwüstete, kümmert Lumma sich auch mit zahlreichen Benefizaktionen in Eschweiler um den Wiederaufbau von New Orleans.

„Die Entwicklung der Stadt macht große Fortschritte. Ganz bezeichnend ist zum Beispiel, dass der Louis Armstrong Park vollständig restauriert ist und auch die Satchmo Statue selbst wieder einen Platz hat.

Dieser Park umschließt außerdem den so genannten Congo Square, den einzigen Platz in den Staaten, auf dem die Sklaven und freien farbigen Garifuna ihre ursprünglichen, afrikanisch-karibisch religiösen Riten zelebrieren durften - natürlich mit viel Tanz zu Tamburin, Trommel und Banjo.”

Auch Father LeDoux hat Lumma wieder getroffen, den Pfarrer der St.-Augustine-Gemeinde, der auch schon in Eschweiler im Talbahnhof zu Gast war, als bundesweit die 72-Stunden-Aktion des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) veranstaltet wurde. Er lässt alle Eschweiler Jazzfans und Freunde des Hilfswerkes für die Hurricane Katrina Opfer ganz herzlich grüßen.

Inzwischen ist sein Buch über die Geschichte der St.-Augustine-Gemeinde und ihr Beitrag zum Jazz veröffentlicht. In diesem Buch wird auch Bezug genommen auf die verschiedenen Hilfsaktionen aus unserer Region, die klein und fein zum Wiederaufbau beigetragen haben. Zurzeit ist Father LeDoux bereits mit der zweiten Auflage beschäftigt. Es hat den Titel „War of the pews - Krieg der Kirchenbänke”.

Nachdem Lumma mit Fats Jazz Cats, der Harfenistin Patrice Fisher samt Band und der Tremé Brassband auf dem hiesigen French Quarter Jazz Festival gespielt hatte, besuchte er mit Sheik Richardson auch den 2005 völlig versunkenen östlichen Stadtteil, den sogenannten 9. Bezirk. „Hier hat vor allem Brad Pitts Hilfsaktion Großes bewirkt”, berichtet der Musiker und Psychologe.

„Inzwischen stehen auf dem stärkst betroffenen Teil der Stadt etwa 50 neue Häuser gemäß den Entwürfen von Pitts deutschen Architekten Freunden aus Berlin, alle mit Sonnenkollektoren, Zisternen oder Wasser-Umwälzpumpen ausgestattet - und natürlich höher stehend als zuvor.”

Und schließlich waren auch wieder die von einer deutschen Firma gesponserten Buntstifte sehr willkommen. Die Notwendigkeit für Post-Trauma-Stress-Counseling (PTSC) wird dank des fortschreitenden Wiederaufbaus immer weniger, und so entschlossen sich Lumma und seine Mitstreiter dazu, Stifte, die in New Orleans nicht mehr gebraucht werden, Carlos Valladares und Patrice Fisher für deren musiktherapeutische Hilfsaktionen in den Armengebiete von Guatemala zur Verfügung zu stellen.

„In den jetzt noch verbleibenden Tagen werde ich mit den beiden und zwei anderen hiesigen Musikern eine neue CD zum Gebrauch im Rahmen weiterer kunsttherapeutischer Aktionen aufnehmen”, freut sich Klaus Lumma auf ein weiteres musikalisches Highlight der Reise, Die CD wird in Eschweiler im Rahmen der 40-Jahr-Feier des Instituts für Humanistische Psychologie vorgestellt.
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