Eschweiler-Volkenrath - Fassade an Mehrfamilienhaus in Eschweiler weggebrochen

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Fassade an Mehrfamilienhaus in Eschweiler weggebrochen

Von: Irmgard Röhseler
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50 Helfer von Feuerwehr und THW rückten an, um die Fassade des Mehrfamilienhauses am Ostpreußenweg abzusichern. Das Technische Hilfswerk, das über ein spezielles Abstützsystem verfügt, baute ein Stützkorsett.
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50 Helfer von Feuerwehr und THW rückten an, um die Fassade des Mehrfamilienhauses am Ostpreußenweg abzusichern. Das Technische Hilfswerk, das über ein spezielles Abstützsystem verfügt, baute ein Stützkorsett.
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50 Helfer von Feuerwehr und THW rückten an, um die Fassade des Mehrfamilienhauses am Ostpreußenweg abzusichern. Das Technische Hilfswerk, das über ein spezielles Abstützsystem verfügt, baute ein Stützkorsett.

Eschweiler-Volkenrath. Um 23.34 Uhr war die Nacht für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Ostpreußenweg vorbei. Ein lautes Geräusch und Vibrieren hatte sie unsanft aus dem Schlaf gerissen. „Es hörte sich so an, als würde das Haus einstürzen“, erzählt eine Bewohnerin.

„Meine Tochter rief ganz laut ‚Mama, Mama, das Haus bricht zusammen!‘„ Das ist zum Glück nicht geschehen, aber ein großer Teil der Verklinkerung der unteren Fassade ist mit einem Schlag und ohne Vorwarnung weggebrochen. Ein Anwohner glaubte, ein Balkon sei abgestürzt und alarmierte sofort die Feuerwehr. Die war nur wenige Minuten später vor Ort und begann unmittelbar mit den Abstützmaßnahmen, damit nicht noch mehr Klinker wegbrachen.

„An den oberen noch vorhandenen Klinkersteinen war eine deutliche Wölbung zu sehen, darum baten wir das Technische Hilfswerk, das über ein spezielles Abstützsystem verfügt, um Hilfe“, so Brandrat Axel Johnen. Zeitgleich evakuierte die Feuerwehr das Haus.

Rund zweieinhalb Stunden verfolgten die Bewohner die Abstützmaßnahmen der Retter, bevor sie wieder ins Haus durften. „Einige Leute brachten uns direkt Decken, als sie uns auf der Straße stehen sahen“, freute sich eine Bewohnerin über die Hilfsbereitschaft der Nachbarn.

Nachdem das Haus gesichert war, räumte die Feuerwehr die Durchfahrt frei, um die Autos aus dem dahinter liegenden Hof und der Tiefgarage zu holen, bzw. holen zu lassen. „Einen Wagen mussten wir abschleppen, weil der Besitzer nicht da war!“, so der Feuerwehrchef.

Aus Sicherheitsgründen bleibe die Hofeinfahrt nun bis zur Sanierung des Hauses gesperrt. Die Feuerwehr bahnte den Bewohnern einen neuen Zugang zum Haus, in dem sie den Weg durch den Garten mit Flatterband abgrenzte und ausleuchtete.

Der Hauseigentümer möchte nun noch eine Rampe installieren, damit auch die älteren Menschen und Kinderwagen problemlos die Stufen mitten im Garten überwinden können. Außerdem soll eine stationäre Lichtanlage den Garten ausleuchten. Der hinzu gezogene Statiker schloss die wochenlange Hitze als Ursache aus.

Auch Bürgermeister Rudi Bertram eilte gestern Morgen zum Einsatzort, um sich ein Bild von der Lage zu machen und um mit den Betroffenen zu sprechen.

Im Einsatz waren 30 Feuerwehrleute der Hauptwache und der Löschzüge Bohl und Weisweiler und 20 Helfer des Technischen Hilfswerks. Erst 24 Stunden später, also Donnerstagmittag um 12 Uhr konnten die Einsatzkräfte abrücken.

 

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