Fährmann-Schüler rücken Dreck und Unrat zu Leibe

Von: rpm
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Ran an den Dreck: Schüler der Willi-Fährmann-Schule unternahmen gestern erneut ein Großreinemachen in der Innenstadt. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Seit Donnerstag ist es wieder ein Stück sauberer in der Innenstadt. Und das hat Eschweiler knapp zwei Dutzend Kindern der Willi-Fährmann-Schule zu verdanken. Die nahmen sich am Donnerstagvormittag die Fußgängerzone vor, klaubten Zigarettenkippen auf, fegten die Bodenplatten und schrubbten die Edelstahl-Müllbehälter.

 Die nämlich, so zitiert die Initiatorin der Eschweiler „Aufräumtruppe“, Brigitte Averdung, auf Facebook den Leiter des Eschweiler Umweltamtes, werden städtischerseits „nie“ von außen geputzt.

Schon vor Ostern hatten sich die Fährmann-Schüler kräftig für ein sauberes Eschweiler eingesetzt und gemeinsam mit zahlreichen weiteren freiwilligen Helfern den Straßenraum von Unrat befreit. Das hatte ihnen wie auch ihren Lehrern so viel Spaß gemacht, dass Sozialpädagogin Carolin Emonds-Seeger der „Aufräumtruppe“ weitere gemeinsame Aktionen anbot. Gestern startete die erste einer ganzen Serie.

Brigitte Averdung: „Von jetzt an bis April werden wir jeden Monat eine gemeinsame Aktion mit der Willi-Fährmann-Schule machen.“ Was da im Einzelnen unternommen wird, wird jeweils aktuell entschieden. Neben Carolin Emonds-Seeger beteiligten sich gestern auch die Lehrerinnen Buzena Freitag und Andrea Gülpen, Praktikantin Birte Müller und Integrationshelfer Sascha Barbaric nebst Schulhund Lucie an der Aufräum- und Putzaktion.

Die von Brigitte Averdungs in Leben gerufene Facebook-Gruppe mit dem sperrigen Namen „Sensibilisierungs- und Aufräumtruppe Blausteinsee und Umgebung“ hat inzwischen 130 Mitglieder. Sie dokumentieren auf ihrer Internetseite nicht nur wilde Müllkippen und den alltäglichen Unrat auf Gehwegen, in Rinnsteinen und Blumenkübeln, viele von ihnen packen auch selbst zu und räumen den Müll rücksichtsloser Zeitgenossen weg.

Wie zum Beispiel den Caféstuhl, der neulich neben einer Matratze im Indebett lag. Brigitte Averdung: „Als wir den Caféinhaber darauf ansprachen, dass das sein Stuhl sei, der da seit Wochen das Indebett verunziere, bekamen wir zur Antwort lediglich: Ich weiß.“

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