Eschweiler Stadtfest: Ein Biergarten inmitten der Infoflut

Von: Rudolf Müller
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Ganz so alt wie dieses Modell aus den 60er Jahren ist er nicht, der Volkspolizei-Wartburg aus der DDR, den die Beamten beim Stadtfest zeigen. Foto: imago/Olaf Döring

Eschweiler. 50 Pferdestärken, 992 Kubikzentimeter Hubraum, vier Zylinder, vier Gänge, Zweitakter-Ottomotor, 130 Stundenkilometer Spitze: Der Wagen, der da anno 1988, kurz vor dem Ende der DDR, das Wartburg-Werk im Schatten der gleichnamigen Burg im thüringischen Eisenach verließ, war für die meisten DDR-Bürger ein unerreichbarer Traum.

Nicht so für die Volkspolizei: Die fuhr den Wartburg als Dienstwagen. Auch noch nach der Wende: Da tat er bis 1993 in Eberswalde Dienst. Ende kommender Woche ist der Wagen auf dem Eschweiler Stadtfest zu besichtigen - im direkten Vergleich mit einem topmodernen Streifenwagen unserer hiesigen Polizei.

Damit nicht genug, zeigt die Polizei an ihrem Stadtfest-Standort vor Peek & Cloppenburg am Sonntag auch ein „historisches” BMW-Dienstmotorrad. Und während die Beamten für die kleinen Stadtfestbesucher „Sheriffsterne” in der Buttonmaschine fertigen, erklären Experten des Kommissariats Vorbeugung den Großen, wie man sein Eigentum vor Langfingern sichert.

Es hat einiges zu bieten, das Sommerstadtfest vom 31. August bis 2. September mit verkaufsoffenem Sonntag. Und nicht nur Organisationen wie Polizei und Feuerwehr (siehe Box unten) werden dafür sorgen, dass Jung und Alt einiges zu sehen bekommen.

Ein Highlight des Stadtfeste, das vom Citymanagement Eschweiler unter Federführung von Klaus-Dieter Bartholomy ausgerichtet wird, ist zweifellos die Indeschau von Handwerkern und Dienstleistern im 1000-Quadratmeter-Zelt auf dem Marktplatz.

Große Leistungsschau

2002 zum ersten Mal veranstaltet, ist die Indeschau längst eine feste Größe auf dem Veranstaltungskalender der Indestadt. Alle zwei Jahre bieten hier rund 30 ortsansässige Firmen einen breiten Überblick über das Leistungsvolumen von Handwerk, Handel und Dienstleistern in Eschweiler.

„Fluktuation gibt es kaum; die positive Resonanz auf die bisherigen Indeschauen wird schon dadurch dokumentiert, dass alle Ausstellungsplätze bereits seit längerer Zeit vergeben sind”, kommentiert Heinz Nießen. Gemeinsam mit Jürgen Offermann, Michael Engelbrecht und - später dazugekommen - Michael Esser gründete Nießen vor zehn Jahren eigens die O.N.E.-GbR, um die Schau realisieren zu können.

Von der Fliesenfirma über den Dachdeckerbetrieb und die Tischlerei, den Anstreicher und den Elektriker bis hin zum Metallbauer, Computerexperten, Bürotechnikanbieter, Natursteinhandel, Gartenbauer und Glaser reicht die Palette - einen Biergarten ebenso eingeschlossen wie ein Bestattungsunternehmen. Allerdings: „Särge werden hier nicht augestellt”, verspricht Heinz Nießen.

Um 14.30 Uhr am kommenden Freitag eröffnet Bürgermeister Rudi Bertram als Schirmherr die 6. Indeschau. Die Öffnungszeiten der Ausstellung: Freitag 14.30 bis 18.30 Uhr, Samstag und Sonntag jeweils 10 bis 18 Uhr.
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