Eschweiler - Eschweiler: In die Stadt geht´s künftig via Kreisel

Eschweiler: In die Stadt geht´s künftig via Kreisel

Von: Rudolf Müller
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Kein Durchkommen: Das soll sic
Kein Durchkommen: Das soll sich bald ändern. Noch vor Ostern soll die Martin-Luther-Straße fertiggestellt sein. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Geld ist Mangelware - gebaut wird dennoch. Unmittelbar nach Karneval greifen die Straßenbauteams in Eschweiler wieder zu Schaufel und Asphaltiermaschine. Und dies zunächst mitten in der Innenstadt.

Bis Ostern soll die Großbaustelle Martin-Luther-Straße Vergangenheit sein. Auf dem Abschnitt zwischen Bergrather und Hompeschstraße fehlt nur noch die Feinschicht, auf dem restlichen Teilstück hat der Frost die Arbeiten um zwei Wochen verzögert.

Die Martin-Luther-Straße ist nicht die einzige Baustelle, mit der Verkehrsteilnehmer in diesem Jahr in Eschweiler rechnen müssen: Noch im Frühsommer soll mit der Umgestaltung der Rosenallee begonnen werden. Die öffentliche Ausschreibung liegt seit zwei Wochen vor; die Bauzeit beziffert Eschweilers Technischer Beigeordneter Hermann Gödde auf rund ein Jahr.

Mit Einschränkungen müssen Autofahrer demnächst auch zwischen Stolberg und Eschweiler rechnen: Auf dem Gelände des ehemaligen Extra-Marktes an der Stolberger Straße baut ein süddeutscher Investor einen großen Rewe-Markt plus Discounter. Geplanter Baubeginn ist im Juni. Erschlossen werden die Märkte nicht wie bisher über Alte Rodung und Kiefernweg, sondern mit einer Stichstraße von der Stolberger Straße her. An die Hauptverkehrsader angebunden wird sie mit einem Kreisverkehr, der zeitgleich gebaut wird. Die Kosten dafür trägt der Investor - Eigentümer des Kreisels wird Straßen NRW, die Stichstraße wird der Stadt Eschweiler übertragen. Im Herbst soll beides fertig sein.

Im Herbst soll auch mit der Umgestaltung der oberen Grabenstraße begonnen werden. Die Baumaßnahme gilt als „Brückenschlag” zwischen den Gesamt-Ausbaumaßnahmen südliche und nördliche Innenstadt.

Bereits im Frühsommer dagegen rollen die Bagger zur Burgstraße: Dort steht die Erschließung für den im März rechtskräftig werdenden Bebauungsplan im Bereich Bourscheidtstraße/Burgstraße an. Hier sollen im Innenbereich Einzel- und Doppelhäuser, an der Burgstraße dagegen mehrgeschossige Wohnhäuser vor allem für ältere Bürger entstehen. „Dort sollen Mietwohnungen ebenso angeboten werden wie Eigentumswohnungen - Immobilien mit pfiffigen Grundrissen, großen Balkonen und Penthouses, die die Burgstraße insgesamt deutlich aufwerten”, betont Hermann Gödde. „Die Vermarktung läuft sehr gut.”

Nicht weit entfernt liegt das Ringofengelände. Hier ist für den Herbst der Bau von Erschließungsstraßen im unteren, Jägers-pfad-nahen Bereich des Geländes vorgesehen. Dort plant das bislang an der Bismarckstraße beheimatete Seniorenheim Ago seinen Neubau.

Erschließungsstraßen baut die Stadt auch im Industrie- und Gewerbepark: Im mittleren Teil des Parks zwischen Weisweiler und Dürwiß will sich die Firma Toolbox, eine Software-Tochter des Eschweiler Backanlagen-Ausrüsters Anneliese Mertes, neu ansiedeln. „Der Bauantrag liegt vor - noch in diesem Sommer soll der Bau des Bürogebäudes hochgezogen werden”, berichtet Gödde. Ein Bürogebäude mit „hochwertigem Außenbereich”: „Das soll Lust darauf machen, sich auch mal mit dem Laptop ins Freie zu setzen und dort zu arbeiten”, unterstreicht Gödde den ursprünglichen Anspruch des Gewerbeparks.

Ebenfalls noch in diesem Jahr steht der Bau des Euregiobahn-Haltepunkts St. Jöris im Rahmen des Ringbahnbaus an. Und vorgesehen ist auch der Bau einer Park-and-Ride-Anlage am Euregiobahn-Haltepunkt Nothberg, die über Fördermittel des NVR (Nahverkehr Rheinland) finanziert wird. Auch der Ausbau der Bahnunterführung an der Feldenendstraße ist für dieses Jahr geplant. Dagegen ist die Verbreiterung der Unterführung am Sticher Berg noch Zukunftsmusik: Die Stadt hat zwar die Mittel für die Planung in den Etats 2012 und 2013 vorgesehen, doch die DB hält sich bis dato bedeckt.

Dagegen soll im zweiten Halbjahr endlich mit dem Bau des Kreisverkehrs Röthgener/Talstraße begonnen werden. Da ist nun Schienenbetreiber EVS am Zuge. Bauzeit inklusive der technischen Aufrüstung der Gleisanlagen zwecks deutlich kürzerer Schrankenschließungszeiten: rund ein Jahr. Bisher kommt es dort ständig zu Staus, die nicht zuletzt Rettungswagen behindern.

E Die Stolberger Straße in Höhe des früheren Extra-Marktes (links). Hier soll ein Kreisverkehr mit Verbrauchermarkt-Zufahrt hin.

E Großbaustelle Ringofengelände: Hier entsteht das neue Ago-Seniorenzentrum. Dazu sind Erschließungsstraßen nötig.

E Die Umgestaltung der Rosenallee schließt den Kreis der Erneuerungsmaßnahmen in der südlichen Innenstadt. Im Frühsommer gehts los. Fotos: Rudolf Müller
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