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Eschweiler feiert „Einweihung” der neugestalteten Marienstraße

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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Hat an Aufenthaltsqualität durch die Umgestaltung deutlich gewonnen: die Marienstraße, hier an der Einmündung Grabenstraße. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Es hätte ein langer Tag werden können, wenn Bürgermeister Rudi Bertram und Eschweilers Technischer Beigeordneter Herrmann Gödde all denen namentlich gedankt hätten, denen Eschweiler die „neue” Marienstraße verdankt. Politik, Behörden, Firmen, Geschäftsleute; vom früheren Beigeordneten Wilfried Schulze bis zu den Mitarbeitern im Tiefbauamt.

Gödde griff nur eine Gruppe heraus: „Ich danke vor allem den Anwohnern für ihre Geduld und Leidensfähigkeit!” Die wurde jetzt belohnt: Mit einem bunten Straßenfest im Rahmen des Frühjahrs-Stadtfestes wurde die umgestaltete Marienstraße offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Attraktiviert

Ein Akt, der den Höhepunkt und vorläufigen Abschluss langjähriger und umfangreicher stadtgestalterischer Erneuerungsmaßnahmen markiert. „Schon Ende der 90er Jahre hat sich Eschweiler zur nachhaltigen Stadtentwicklung bekannt. Nachhaltig bedeutet: innovativ und integrativ, mit hoher Lebensqualität”, blickte Hermann Gödde zurück. Dazu gehöre auch ein leistungsfähiger Handel, in attraktivem Umfeld. Was mit dem Umbau der Uferstraße 2004 begonnen habe, sei nun erreicht: „Stadt und Handel haben in die Hände gespuckt und ihren Beitrag geleistet.”

Das jetzt gefeierte Baupaket - Umgestaltung der nördlichen Moltkestraße, der 2. Bauabschnitt Neustraße und der 2. Bauabschnitt Marienstraße - begann im August 2009 mit den Kanalbauarbeiten in der Moltkestraße und war am 18. Januar 2011 fertig. Gesamtkosten: 3,875 Millionen Euro. Davon verschlang allein der Straßenbau inklusive Beleuchtung, Bepflanzung, Spielgeräten und Fahrgastunterständen rund 2,98 Millionen Euro. Von den 3,785 Millionen flossen lediglich 690.000 Euro in die Moltkestraße, die Kanal- und Straßenarbeiten in der Marienstraße schlugen mit über 3 Millionen zu Buche.

Zuschüsse gab es auch: knapp 410.000 Euro für die Herstellung der Platzfläche an der Neustraße, 102.000 Euro für die nördliche Moltkestraße und knapp 335.000 Euro für den zweiten Bauabschnitt der Marienstraße.

Notiz am Rande: Am Samstag warteten auf Hermann Göddes Grundstück 3 Kubikmeter Boden darauf, verarbeitet zu werden. Kein leichter Job. Im jetzt eröffneten Citybereich wurden 6500 Kubikmeter Straßenaushub bewegt, 3000 Kubikmeter Frostschutzmaterial mussten eingebaut werden, 7900 Quadratmeter Drainasphalt galt es einzubauen, zudem 2400 Quadratmeter Asphaltdeckschicht, 3100 Quadratmeter Natursteinpflaster und 5600 Quadratmeter Betonsteinpflaster, um nur einige Zahlen zu nennen.

Dass zum Eröffnungsfest auch Eupens Bürgermeister Dr. Elmar Keutgen gekommen war, hatte gute Gründe. Nicht nur den, dass auch Eupen seine Innenstadt runderneuern will. Seit zwei Jahren intensivieren Eschweiler und Eupen ihre Kontakte, setzen auf gemeinsame kulturelle, touristische und wirtschaftliche Projekte. Nicht zuletzt mit Blick auf die besonderen Fördermöglichkeiten grenzüberschreitender Vorhaben. „Eupen hat einiges zu bieten - kommen Sie doch mal auf einen Sprung vorbei!”, rief der Bürgermeister der 18000-Einwohner-Stadt den Indestädtern zu. Ein wenig „Eupen-Flair” konnten die Stadtfest-Gäste schon an etlichen Eupener Marktständen schnuppern: Da gab´s vom Bergkäse fabriqué en Kettenis über handgefertigte Pralinen, Honigprodukte und süffigem Abteibier vieles, was das Feinschmecker-Herz begehrt.
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