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Eschweiler Christen: Zeichen setzen gegen Naziaufmarsch

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Nicht wegschauen: Auch die Esc
Nicht wegschauen: Die Eschweiler Christen wollen eine bunte Vielfalt gegen die braune Einfalt setzen, so wie die Menschen bei dieser Anti-Nazi-Demonstration. Foto: imago/Robert B. Fishman

Eschweiler. Ein Aufmarsch von Neonazis am 31. März diesen Jahres lässt sich nicht verbieten. Die Christen in Eschweiler haben sich deshalb zu dem Bündnis „Christen in Eschweiler für Demokratie - gegen rechtsradikale und neonazistische Tendenzen” zusammen geschlossen.

Eines wollen sie nicht tun: Wegschauen oder mit den Achseln zucken, nach dem Motto: „Da lässt sich ja sowieso nichts gegen tun”. Sie wollen hinschauen und mitmachen bei den vielen Aktionen, die im Augenblick als Gegenmaßnahmen geplant werden. Jung und Alt wollen gegen die braune Einfalt eine bunte Vielfalt setzen.

Als Christen wollen sie überlegen, welche Zeichen sie konkret dagegen setzen und welche Aktionen sie unterstützen können. Zurzeit wird in vielen Pfarrgemeinden, Gruppen, Verbänden und Einrichtungen beraten, wie sich die Kirchen beteiligen. Dazu brauchen sie viele Mitchristen, die mitmachen, die Aktivitäten unterstützen und sie im Gebet begleiten.

Es geht nicht nur um eine Gegendemonstration, sondern darum zu zeigen, wofür sie als Christen sind:

- für eine klare Positionierung der Kirchen gegen rechtsradikale und neonazistische Tendenzen

- für den Schutz der Würde jedes einzelnen Menschen

- für die Einsicht, dass das Mensch-Sein jeder Person mehr wiegen muss als ihr Funktionieren in gesellschaftlichen Bezügen

- für Toleranz und Respekt gegenüber Lebensentwürfen, die anders sind als unsere eigenen, soweit sie die Würde eines jeden Menschen achten

- für eine konstruktive und respektvolle Auseinandersetzung mit Menschen und Gruppierungen aus anderen Kulturen und Religionen

- für eine Sensibilisierung für die vielfältigen Formen von Diskriminierung und latentem Rassismus im gesellschaftlichen Alltag

- für eine Stärkung von Zivilcourage und für vielfältige gegenseitige Unterstützung zur eindeutigen Parteinahme

- gegen jede Form von Verletzung der Menschenwürde,

- gegen verbale und körperliche Gewalt,

- gegen Ausgrenzung von Menschen auf Grund von Religion, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Orientierung (Auszüge aus: Leitsätze der Initiative „Kirche gegen Rechts in der Bistumsregion Aachen Stadt und im Kirchenkreis Aachen” http://www.kirchegegenrechts.de/). Das Bündnis wünscht sich, dass die Mitglieder diesem „für” einen Ausdruck und ein Gesicht geben.

Katholische Pfarren: Pfarrer Norbert Crampen, Pfarrer Dr. Andreas Frick, Pfarrer Christoph Graaff, Pater Dr. Albert Gutberlet, Diakon Bernhard Habermeyer,Pfarrer Dr. Rainer Hennes, Pfarrer Marian Janke, Pfarrer Ralf Osnowski, Pfarrer Joachim Plattenteich, Diakon Günther Schiffeler, Pfarrer Franz Schnitzler, Pfarrer Josef Wienand.

Kath. Schulseelsorge: Pastoralreferent Frank Klinkenberg.

Vertretungen der Pfarrgemeinderäte und Rat der Gemeinschaft der Gemeinden in Eschweiler: Eschweiler-Mitte: Pfarrgemeinderats-Vorsitzender, Erich Schröder. Eschweiler-Nord: Jürgen Braun, Hans-Michael Doncks, Melanie Dohlen, Karin Franken, Sabine Gartzen, Sabine Hartmann, Claudia Heiner, Norbert Hoersch, Gemeinderefent Manfred Joussen, Roswitha Karduck, Anita Mertens, Renate Meurer, Marita Schöner, Angelika Sieger, Willi Thelen. Eschweiler-Süd: Pfarrgemeinderats-Vorsitzender, Andreas Lutter

Evangelische Kirchengemeinden und Presbyterium Eschweiler und Weisweiler-Dürwiß: Pfarrerin Dorothe Neubert, Pfarrerin Sabine Reinhold, Pfarrer Thomas Richter, Pfarrer Dieter Sommer, Pfarrerin Ulrike Sommer, Pfarrer Wolfgang Theiler

Freie Evangelische Gemeinde, Eschweiler: Gemeindeleitung Pfarrer Christof Lenzen

Agape Gemeinde, Eschweiler: Gemeindeleitung Walter Wieser, Dr. Andreas Platz.

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