Eschweiler CDU präsentiert ihr Programm für die Kommunalwahl

Von: sh
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„Wir haben die besseren Konzepte und die besseren Ideen!”: CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Christoph Herzog beim offiziellen Wahlkampfauftakt im Talbahnhof. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Dr. Christoph Herzog nannte es forsch „das gute Stück” der CDU. Zum Wahlkampfauftakt präsentierten Eschweilers Christdemokraten im Talbahnhof ihr Wahlprogramm „Zukunft richtig gestalten”. Doch nicht nur der Bürgermeisterkandidat geht mit reichlich Zuversicht in die kommenden zwölf Wochen.

Die gesamte CDU hat nur ein Ziel: Am 30. August wollen sie einen Politikwechsel in der Indestadt erreichen.

Ein Rückblick stand am Dienstagabend nicht auf der Tagesordnung. Das bittere Europawahlergebnis sei abgehakt. „Entscheidend ist, dass die CDU in Deutschland die Europapartei geblieben ist. Wir können mit Zuversicht in die weiteren Wahlen gehen”, machte Kreisdirektor und CDU-Spitzenkandidat auf den Posten des Städteregionsrats, Helmut Etschenberg, den Eschweiler Parteifreunden Mut.

Was haben die Christdemokraten an der Inde vor? „Unser Programm hat vier thematische Schwerpunkte”, hält çrpád Farkas stolz das 20 Seiten starke Werk in den Händen. Neben den Bereichen Familie, soziale Gerechtigkeit und Zukunft stehen politische Forderungen und Ziele für jeden Eschweiler Stadtteil drin.

Mit Blick auf den 130-Millionen-Euro-Schuldenberg, den die Indestadt vor sich herschiebt, möchte die CDU keine unerfüllbaren Wahlversprechen geben. „Mit Eigeninitiative und Kreativität, weniger mit Investitionen” möchte man laut Farkas punkten. „Hier was bauen, da was bauen, das ist keine seriöse Politik”, kritisiert der Stadtverbandsvorsitzende den politischen Gegner. Daher möchten die Christdemokraten mit Ehrlichkeit punkten: „Sparen wird ein Kernziel sein”, gibt Farkas unumwunden zu.

Trotzdem gebe es richtungsweisende Felder, die es anzupacken gilt. Mehr „konzeptionelle Politik” fordert daher die Partei, die seit fünf Jahren in der Opposition sitzt. (Innen-)Stadtentwicklung, interkommunale Kooperationen beispielsweise mit Stolberg im Sinne der Kostenreduzierung, eine stärkere Zusammenarbeit mit den Aachener Hochschulen, die Interessen der Bürger am Blausteinsee - die CDU sieht vernachlässigte Felder.

Und Sozialdemokraten, die unangenehme Themen meiden: So müsse man bei der angespannten Haushaltslage über Einsparungen beim Verwaltungspersonal offen reden können.

„Die Haushaltspolitik der SPD in den letzten fünf Jahren zeigt, dass der Genosse nicht rechnen kann”, stellt Farkas der Partei von Bürgermeister Rudi Bertram ein schlechtes Zeugnis aus.

Farkas, Herzog und Co. gehen mit reichlich Optimismus in die heiße Wahlkampfphase, allen Unkenrufen zum Trotz. Das CDU-Wahlplakat, das am Dienstagabend am Rednerpult hängt, wirkt da wie ein Leitspruch für das eigene Handeln: „Auch in schwierigen Zeiten: Genießen Sie den Sommer!”
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