Eschweiler - Es geht nicht um eine bloße „Verweigerungshaltung”

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Es geht nicht um eine bloße „Verweigerungshaltung”

Von: Stefan Herrmann
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Die Städteregion marschiert munter in die zweite Woche ihres Bestehens. Seit dem 21. Oktober ist vieles nicht mehr so, wie es einmal war. Doch wenn man in Eschweiler die 112 wählt, landet man an altbewährter Stelle. Nämlich in Eschweiler.

Genauer gesagt: In der Rettungswache am Florianweg. Dabei besteht doch eigentlich die vom Verwaltungsgericht bestägtigte Verfügung des (damals noch) Kreises Aachen, den Notruf spätestens bis zum besagten 21. Oktober aufzuschalten?

Eschweilers Rechtsamtleiter Dieter Kamp erklärt: „Die Verfügung des Kreises gilt derzeit als angefochten.” Denn nachdem das Aachener Verwaltungsgericht am 23. April die Klage abgewiesen hatte, marschierte die Stadt in die nächste Instanz.

Momentan liegt der Zulassungsantrag der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster. Und da wird sie noch eine Weile liegen. „Ich gehe nicht davon aus, dass das kurzfristig entschieden wird”, geht Kamp von einer Entscheidung erst im kommenden Jahr aus. Es handele sich schließlich auch nicht um ein alltägliches Thema.

Die Klage der Stadt hat somit eine aufschiebende Wirkung auf die in Aachen gefällte Entscheidung. Es gehe, so betonte Bürgermeister Rudi Bertram bereits im Juni in einem Schreiben an die Kreisverwaltung, „nicht um eine vordergründige und unumstößliche Verweigerungshaltung hinsichtlich der Weiterschaltung/Aufschaltung des Notrufes und der Krankentransportnummer”.

Sobald ein „überzeugendes und zufriedenstellendes Konzept” vorliege, würde gemäß eines Ratsbeschlusses „einer kompletten Aufschaltung des Notrufes 112 zugestimmt werden”.

Die Feuerwehrleitstelle der Städeregion soll an der Stolberger Straße in der Feuerwehrwache im Aachener Ostviertel untergebracht werden. Die Planungen für eine komplett neue, den Anforderungen entsprechende Leitstelle laufen, doch Baubeginn ist voraussichtlich erst im Frühsommer nächsten Jahres.

Übrigens: Auch die Stadt Alsdorf, die zwar grundsätzlich einer Aufschaltung zugestimmt hat, nimmt weiterhin die Notrufe „in Eigenregie” entgegen. Aus technischen Gründen könne erst nach Fertigstellung der neuen Leitstelle der Berufsfeuerwehr Aachen aufgeschaltet werden, heißt es dort aus der Verwaltung. Eine Meldung, die die von vornherein skeptischen Eschweiler Verantwortlichen wohl in ihrem Vorgehen bestärkt.
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