„Erntezeit” im Stadtwald: Der Harvester beseitigt die Sturmfolgen

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Fährt die Holzernte ein, die Sturmtief „Xynthia” vor einigen Wochen „gesät” hat: Der 18 Tonnen schwere Harvester arbeitet derzeit im Stadtwald. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Frank Beckers lenkt derzeit einen so genannten Harvester - eine spezielle Holzernte-Maschine - durch den Stadtwald. Nachdem Sturmtief „Xynthia” Ende Februar mit Brachialgewalt im städtischen Wald wütete, ist Försterin Susanne Gohde froh, dass sie den Koloss der Aachener Firma „Kurt Beckers Forstbetrieb” für einige Tage nach Eschweiler holen konnte.

Und wer das 18-Tonnen-Gefährt (Wert: 400.000 Euro) in diesen Tagen beim Spaziergang einmal zwischen den Baumreihen auf einer der Windwurf-Flächen erblickt, der staunt nicht schlecht: In Windeseile packt das Gerät der Firma „Timberjack” mit seinem Kranarm die Stämme und zieht sie über vier Einzugswalzen ein. „Der Durchzug beträgt viereinhalb Meter pro Sekunde”, sagt Beckers nicht ohne Stolz.

Durch „Xynthia” sind gut 2000 Festmeter Holz, zu großen Teilen Fichten, gefallen. Die Hilfe des Harvesters kommt da gerade recht. „Die Arbeiten sind nämlich nicht nur gefährlich wegen der vielen gefallenen Bäume”, weiß Försterin Susanne Gohde. Auch stehe die Setz- und Brutzeit vor der Tür - da stören große Waldmaschinen und kreischende Motorsägen die wieder erwachende Flora und Fauna.

Circa 100.000 Euro bringt der Verkauf des „Xynthia-Holzes” ein. Eine Stange Geld, die aber, betont Gohde, natürlich nächstes Jahr nicht mehr erwirtschaftet werden kann. Gepflanzt wird auf den Freiflächen nun überwiegend Eiche.
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