Eschweiler - Erfolglose Suche nach dem Quecksilber im Müllhaufen

Erfolglose Suche nach dem Quecksilber im Müllhaufen

Von: red
Letzte Aktualisierung:
Die Müllverbennungsanlage in
Die Müllverbennungsanlage in Weisweiler. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Es bleibt unklar, wie es zu der durch Quecksilber verursachten Störung der Müllverbrennungsanlage (MVA) Weisweiler kommen konnte. Eine nun beendete, aufwändige Untersuchung habe kein Ergebnis geliefert, teilte MVA-Sprecher Michael Uhr am Montag mit.

Der Verursacher des Schadens bliebe damit im Dunkeln. Im Juni 2011 hatte Andreas Fries, technischer Geschäftsführer der Anlage, nach einem schlagartigen Anstieg der Quecksilberwerte aus Sicherheitsgründen die Anlage linienweise abstellen lassen. Sie wurde erst neun Tage später wieder in Betrieb genommen, nachdem die betroffenen Bereiche gereinigt und weitere Messeinrichtungen unter Beobachtung der Überwachungsbehörden aufgebaut worden waren.

Die MVA stellte einige Abfallcontainer sicher, deren Inhalt möglicherweise übermäßig mit Quecksilber kontaminiert gewesen sein könnten. „Wir hatten große Hoffnungen, eindeutige Hinweise auf den Verursacher der Quecksilberstörung zu finden”, sagte Fries. Diese Hoffnung wurde am Ende jedoch enttäuscht.

Langwieriger Prozess

Nach der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft hatten die umfangreichen Ermittlungen begonnen. Doch bis zu deren Start vergingen laut Uhr drei Monate. Zunächst musste das aufwändige Untersuchungsszenario aufgebaut werden: Eine luftdichte „Halle” wurde dafür in eine andere, zuvor leergeräumte Halle eingebaut. Schließlich wurde mit Hilfe der Berufsfeuerwehr Aachen ein betroffener, 30 Kubikmeter großer Container in einem mehrwöchigen Einsatz unter hohen Sicherheitsmaßnahmen „praktisch Müllstück für Müllstück gelehrt”, sagte Uhr.

„Die Leistung der Feuerwehrleute war beeindruckend, denn der Inhalt des Containers war alles andere als appetitlich”, sagte Fries. Bei der Suche nach dem giftigen Schwermetall wurden permanent Quecksilberkonzentrationen in der Raumluft gemessen. „Die Konzentration war aber nicht gesundheitsgefährdend”, erklärte Uhr.

Durch den neuntägigen Stillstand der Anlage habe die MVA erhebliche Umsatzeinbußen in Kauf nehmen müssen. Uhr schätzt die Kosten für die intensiven Maßnahmen auf „eher sechsstellig”.
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