Energieverbrauch juckt nur wenige

Von: psi
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Das Funktionsmodell einer Wärmepumpe: Energietechnik zum Anfassen demonstrierte EWV-Berater Heinz Theis beim 4. Energiespartag im Rathausfoyer. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. Gemessen am Publikumsinteresse dürfte es bei Eschweiler Hausbesitzern überhaupt keine Probleme mit den Energiekosten geben. Denn beileibe nicht so viele Besucher wie erhofft zog es am Samstag ins Rathausfoyer zum 4. Energiespartag.

Gerd Zimmermann, einer der Aussteller der in der Indestadt seine Haustechnik-Firma betreibt, brachte es so auf den Punkt: „Wahrscheinlich glauben viele Zeitgenossen nicht, dass man gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zunächst mal investieren muss, um auf Dauer Einsparergebnisse zu erzielen. Wo aber sonst bekommt man soviele Informationen konzentriert wie hier bei einem solchen Beratungstag. Anscheinend muss man die Leute wohl noch mehr wachrütteln.”

Viele Einsparpotenziale

Am Angebot kann es wohl nicht gelegen haben. Alfred Fischer etwa, der mit seinem Sohn Marcel einen Hightech-Info-Stand präsentierte, demonstrierte die Möglichkeiten einer ordentlichen Thermographie-Kamera.

Ordentlich deswegen, weil es immer noch eine Menge Schwarzer Schafe auf dem Markt gebe, die mit Billig-Kameras zweifelhafte Thermographie-Ergebnisse produzieren.

Die Wärme-Abbildung eines Hauses dient dazu, energetische „Wärmebrücken” ausfindig zu machen. Zwischen 200 und 400 Euro kostet eine solche Thermographie. Gemessen an den Einsparmöglichkeiten, die sich daraus ergeben, wahrhaftig nur eine geringe Summe.

Die Fischer OHG aus Heimbach zählt nicht nur Einfamilienhaus-Besitzer zu ihren Kunden. Namhafte Industriebetriebe aus der Region vertrauen der Hochleistungskamera der Fischers genauso wie die Stadt Eschweiler, die zurzeit Schulen und Kindergärten thermographisch untersuchen lässt.

Gleich ob Neubau oder Sanierung - mit einer Mängelfeststellung per Thermographie kann der Bauherr Schwachstellen am Baukörper umgehend nachweisen und beseitigen lassen, bevor Wärmebrücken zu Kostenfallen werden.

Fischers Tipps für Hauseigentümer: „Ermitteln sie den Energieverbauch ihres Gebäudes. Lassen sie sich durch ein zertifiziertes Ingenieurbüro thermische Schwachstellen aufzeigen, um gezielte Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Qualifizierte Energieberater können dann eine Amortisationsrechnung für Sanierungsmaßnahmen liefern und auch Förderprogramme empfehlen.”

Auch am Stand von Anbietern wie Altbau plus e.V. oder dem des regionalen Versorgers EWV war der Publikumsandrang eher übersichtlich. EWV-Energiefachberater Heinz Theis riet den Veranstaltern dazu, zukünftig die Werbetrommel vielleicht doch etwas stärker zu rühren. „Der Trend zur unabhängigen Energieberatung nimmt eindeutig zu.

Bei ähnlichen Veranstaltungen wie der Euregio-Schau oder dem in Stolberg stattfindenden Energiespartag, zählen wir meist mehr als tausend Besucher an einem Tag.” Dort sei die EWV ist ein gefragter Beratungspartner für Technologie, zum Beispiel in Sachen Wärmepumpen, Photovoltaik oder Dämm-Maßnahmen.

Wie eine Wärmepumpe in der Praxis funktioniert oder eine Photovoltaik-Zelle aufgebaut ist, ließ sich am EWV-Stand hautnah erleben.
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