Eschweiler/Stolberg - Energiespartag: Bei A mit drei Kreuzen liegt man richtig

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Energiespartag: Bei A mit drei Kreuzen liegt man richtig

Von: Heinz Theis (59)
Letzte Aktualisierung:
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Pfiffig und schnittig: Elektro-Automobile sind zwar in der Anschaffung teuer, im Unterhalt auf der Straße aber unschlagbar günstig. Die EWV unterhält mittlerweile Ladesäulen in der Region, um E-Autos „zu betanken“.
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Besucherin Astrid Schober (vorne), hier mit Energieberaterin Klaudia Ratzke, ist begeistert vom Kombi-Kühlschrank mit Extraschublade.
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Die Säule mit gebauchten Glühlampen war ruckzuck gefüllt. Der Stand musste bereits am Vormittag „Ausverkauf“ anmelden. Trotz dieses beliebten Angebots war das Hauptmotiv der meisten Besucher Informationshunger. Foto: H. Eisenmenger

Eschweiler/Stolberg. Ein bisschen von „Superman“ steckt in jedem von uns, denn jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Erde zu retten. Ein bisschen zumindest, denn wir sind global gefordert, unseren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dass man dabei auch noch richtig Geld einspart, ist im Zeitalter der allgemeinen Kostenexplosion ein nicht zu verachtender Nebeneffekt.

Neue und auch modifizierte Technologien, die beim Energiesparen helfen, standen im Fokus der Veranstaltung am Samstag, zu der die Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EWV) an den Willy-Brandt-Platz geladen hatte. Dort hatte der regionale Energieversorger wie in den Jahren zuvor ein Zelt und einen kleinen Fuhrpark aufgebaut, denn allein das große Foyer hätte aus Platzgründen nicht ausgereicht, um die zahlreichen Experten-Infostände, die mit Strom betriebenen Autos sowie Fahrräder, die Haushaltsgeräte-Ausstellung und Cafeteria unterzubringen.

Damit auch der „7. EWV-Energiespartag“ Familiencharakter hat, wurde einmal mehr auf Kinderunterhaltung geachtet, die mitunter aber auch die Erwachsenen begeisterte. So strampelten Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Manfred Schröder, Geschäftsführer der EWV, wie die kleinen Besucher auf Fahrrädern um die Wette. Je stärker man nämlich in die Pedale trat, desto schneller fuhren die Carrera-Autos. Das ist Physik zum Anfassen, denn gespeist wurde die Carrera-Bahn über die Dynamos der Fahrräder.

Der Besucherstrom riss bis zum Schluss der Veranstaltung nicht ab. Der Stand im Gebäude, an dem die Besucher kostenlos alte Glühbirnen gegen neue Energiesparlampen tauschen konnten, musste bereits am Vormittag „Ausverkauf“ anmelden. Die eigentliche Motivation, den Energiespartag zu besuchen, war für die meisten zweifelsohne der Hunger nach gezielter Information. So war es auch beim Ehepaar Michael und Ingrid Hermanns der Fall: „Wir haben einen viel zu hohen Verbrauch. Sicherlich ist ein Grund dafür unser Wasserboiler, aber es müssen auch noch andere Gründe eine Rolle spielen. Wir hoffen, dass wir heute Antworten bekommen“, sagte Michael Hermanns.

Wie groß das Interesse war, sah man auch daran, dass der sonst rege besuchte Vorplatz wie leer gefegt wirkte, sobald im Foyer die Experten auf die Bühne traten. Gesprochen wurde über neue Heizsysteme, deren Vor- und Nachteile, über LEDs und über „sparsame“ Haushaltsgeräte. Den meisten Besuchern war wichtig, entsprechend ihrer individuellen Wohnsituation beraten zu werden beziehungsweise die Möglichkeit zu haben, mit einem Experten in aller Ruhe sprechen zu können.

Beachtliche Entwicklung

Vergleicht man den Energiespartag der vergangenen beiden Jahre mit dem am Samstag, wird eines klar: Es lohnt sich, auf dem Laufenden zu bleiben, denn die Technologie entwickelt sich permanent weiter. Schon die Entwicklung binnen zwei Jahren ist beachtlich, obwohl in Sachen Haushaltsgeräte in einigen Bereichen das Ende der Fahnenstange bald erreicht sein dürfte. So wie bei der Waschmaschine. „Man kann nun mal Wäsche nicht trocken waschen. Was die modernen Geräte leisten, ist schon enorm, aber sie müssen nun mal eine bestimmte Menge Wasser erhitzen, um die Wäsche sauber zu bekommen“, brachte es Energieberaterin Klaudia Ratzke auf den Punkt.

Das Maximum an Sparsamkeit wird durch die Bezeichnung „A+++“ ausgedrückt. Geräte mit dieser Klassifizierung sind seit 2011 im Handel erhältlich. „Es wäre aber unrentabel, ein A-Gerät mit zwei Pluszeichen gegen eines mit drei Plus-Zeichen auszutauschen. Das hat nur Sinn, wenn das alte Gerät reparaturanfällig wird. Man muss auch immer die Gesamtsituation betrachten, also wie groß der Haushalt ist“, sagte Ratzke.

Was erstaunt, ist der Umstand, dass hoch effiziente Technologien seit Jahren existieren, aber beim Verbraucher so gut wie unbekannt sind. Ein Beispiel hierfür hat auch Klaudia Ratzke und stellte eine Kombination aus Gefrier- und Kühlschrank vor. Der eigentliche Clou ist ein Fach für Salat und Gemüse.

„Die Temperatur in diesem Fach liegt bei etwa Null Grad Celsius, und die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Die Haltbarkeit der Produkte, die man dort lagert, ist dreimal so lange wie in einem normalen Kühlschrank. Da spart man im Laufe eines Jahres richtig Geld, aber komischerweise wird dieses Kombigerät wenig genutzt.“

Wie eingangs erwähnt – es ist gar nicht so schwer, dabei zu helfen, die Welt zu retten. Zumindest ein bisschen.

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