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EMF: Musik-Sonntag bricht Rekorde

Von: ran
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Volles Haus bei strahlendem Sonnenschein: Der EMF-Sonntag ließ zahlreiche Musikliebhaber auf ihre Kosten kommen.
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Brachte humor- und stimmungsvoll die „Hütte zum Brennen“: „Lagerfeuer“ absolvierte einen Parforce-Ritt durch die Geschichte der Welthits.
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Überzeugten mit gefühlvollen Songs die Jury: Amin Afify und Band gewannen den Wettbewerb „Jugend rockt“ und werden am 31. August beim Kinder- und Jugendtag der Stadt Eschweiler dabei sein. Foto: Andreas Röchter
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Setzte zum Abschluss des Eschweiler Music Festivals ein Ausrufezeichen, das zahlreiche Zuhörer begeisterte und manchen überrascht haben dürfte: „Fool‘s Garden“ präsentierte ein Programm, das keine Wünsche übrig ließ. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Fools Garden = Lemon Tree! Auf diese (zu) einfache Formel bringen es zahlreiche Musikfans, wenn sie an die Band aus dem baden-württembergischen Pforzheim denken. Der Mega-Hit aus dem Jahr 1995 spülte die Musiker an die Spitze der Charts in zahlreichen europäischen, aber auch asiatischen Ländern.

Doch „Fools Garden“ ist wesentlich mehr als ein klassisches „One-Hit-Wonder“. Dies stellten Frontmann Peter Freudenthaler (Gesang), Volker Hinkel (Gitarre und Gesang), Dirk Blümlein (Bass und Gesang) sowie Schlagzeuger Claus Müller am späten Sonntagnachmittag zum Abschluss des Eschweiler Music Festivals auf dem einmal mehr vollbesetzten Marktplatz durchaus eindrucksvoll unter Beweis.

Schnell wurde den Zuhörern bewusst, dass es das Quartett nicht ausschließlich bei eingängigen Gute-Laune-Songs belassen würde. Auch härtere Passagen kamen immer wieder zu ihrem Recht. So etwa gleich zum Auftakt des Konzerts, als das geradlinige „High Time“ vom 2009 erschienenen Best-of-Album „High Times“ erklang.

Geschickt verstanden es die vier Musiker, neuere Werke mit Songs aus der Anfangszeit der zu Beginn der 90er-Jahre gegründeten Band zu mischen und so den Konzertbesuchern einen Querschnitt durch das durchaus breit gefächerte Repertoire zu präsentieren. So entführte der Song „Wild days“ gar in die Vor-Lemon-Tree-Zeit der Band, die sich am Sonntag zu für sie ungewohnter Zeit sichtlich und hörbar wohl auf der EMF-Bühne fühlte. „Sonst spielen wir am Abend bei Dunkelheit. Hier ist es einfach schön, die Gesichter der Menschen, für die wir singen, erkennen zu können“, äußerte sich Peter Freudenthaler voll des Lobes über die außergewöhnliche Atmosphäre, die der Eschweiler Marktplatz im Sonnenschein (die wenigen Regentropfen waren bereits vor dem Fools Garden-Konzert gefallen) versprüht.

Vielumjubelter Schlusspunkt

Natürlich durften auch Songs des neuen Albums „Who is Jo King?“ nicht fehlen. So das gefühlvolle „Water“, das Peter Freudenthaler seinem Vater gewidmet hat, oder „Reason“ mit seiner eingängigen Melodie. Mit dem Hymnenhaften „Welcome Sun“ stimmten „Fools Garden“ dann das Publikum auf den Song ein, auf den schließlich doch jeder Zuhörer wartete. „Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht mit ´Lemon Tree´ konfrontiert werden. Aber wir sind heilfroh, dass dies so ist und wir einen solchen Hit landen konnten“, machte der Frontmann des Quartetts deutlich, bevor die ersten Takte erklangen und sich der gesamte Marktplatz zum Chor aus tausenden Stimmen verwandelte.

Mit dem (vorläufigen) Schlussakkord schallten sofort die Zugabe-Rufe auf die Bühne. „Wir hatten eigentlich noch gar nicht vor, aufzuhören“, kommentierte Peter Freudenthaler. Und pflanzte gemeinsam mit Volker Hinkel, Dirk Blümlein, Claus Müller und dem seligen Publikum einen weiteren Zitronenbaum. „It can happen“ bildete einen vielumjubelten Schlusspunkt, bevor Moderator Patrick Nowicki das Quartett noch einmal zu einer lautstark geforderten Zugabe auf die Bühne rief. „Closer“ lautete der passende Song, der ein Ausrufezeichen hinter drei Tagen mitreißender EMF-Musik setzte.

Trio rockt den Marktplatz

Vor „Fools Garden“ hatte das Aachener Trio „Lagerfeuer“ mit Bernd Paul Weiss (Gitarre und Gesang), Heiko Wätjen (Kontrabass) und Yann le Roux (Percussion) dem Publikum bereits mächtig eingeheizt. „Wir sind hier, um das Haus zu rocken“, stellten sie humorvoll, bescheiden und zurecht fest. Anschließend ritten sie auf dem „Horse with no name“ durch die Wüste, monierten „Das ist nicht fair“, präsentierten Soft Cells „Tainted love“ in jeder „Schallplattengeschwindigkeit“, machten deutlich, dass Welthits aus ledigleich vier Akkorden bestehen und traten mit „No woman, no cry“, „Let it be“, „With or without you“, „Take on me“ und „So lonely“ auch gleich den Beweis an.

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