Eine Party mit Charlie Chaplin und Obelix

Von: Andreas Röchter
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Da erklingen tolle Fastelovendshits: Die Musiker der hauseigenen Band der KoKoBe Eschweiler/Stolberg lassen es krachen. Wer kein Instrument in der Hand hält, der schunkelt und singt mit. Foto: Andreas Röchter

Eischwiele. Farbig, bunt, bunter, Karnevalsfeier der KoKoBe Eschweiler/Stolberg! Die Verantwortlichen der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung hatten am Dienstag schon zum fünften Mal zur Karnevalsfeier in den offenen Treff des Pastor-Zohren-Hauses eingeladen.

Und wirklich alle kamen: Schornsteinfeger, Seemänner, Clowns, Musketiere, Indianer, Schlümpfe, flotte Bienen, Wikinger, Polizisten und Piraten. Selbst keinesfalls furchteinflößende Sträflinge und Polizisten lagen sich fröhlich feiernd und singend in den Armen. Mit Charlie Chaplin und Obelix hatten sogar richtig prominente Persönlichkeiten den Weg nach Oberröthgen zum Fest gefunden.

Dort ließen es gleich zu Beginn der Feier die „Funny Dancers“, also die Mitglieder der Showtanzgruppe des Wohnheims Odilienstraße, so richtig krachen. Anschließend präsentierte die hauseigene Band mit Songs wie „Wer hat mir die Rose...“, „Echte Fründe“ und „Hände zum Himmel“ großartige Fastelovendshits.

Unterstützt wurde die Feier von der KG Prinzengilde Bergrath, die mit der Jugendshowtanzgruppe, der Regimentskapelle sowie der „Großen Wache“ mit von der Partie war. Einen Höhepunkt des Abends bildete natürlich die Audienz seiner Tollität Prinz Christian III., der begleitet von Zeremonienmeister Frank und seinem Hofstaat in das Pastor-Zohren-Haus einzog und die „KoKoBe-Karnevalsfeier“ rockte.

„Für die Teilnehmer dieser Feier ist der Besuch des Prinzen natürlich etwas ganz besonderes. Da gibt es kein Halten mehr“, betonte Tina Elsen, seit 2012 Leiterin der KoKoBe Eschweiler/Stolberg.

„Die Hauptaufgabe innerhalb des Projekts Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle, das vor acht Jahren vom Landschaftsverband Rheinland auf den Weg gebracht wurde, besteht darin, Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung sowie deren Angehörige, Bezugspersonen oder Betreuer beratend zur Seite zu stehen“, sagte die Sozialarbeiterin, die montags zwischen 15 Uhr und 18 Uhr im Gesundheitsamt in der Steinstraße eine offene Beratung anbietet.

„Die Themen reichen dabei vom Wohnen über die Arbeit bis hin zur Freizeitgestaltung. Ziel ist dabei immer, den Menschen mit Behinderung die Gelegenheit zu einem selbstbestimmten Leben zu geben“, erklärte Tina Elsen außerdem.

Neben der Karnevalsfeier stehen als Aktivitäten der KoKoBe im Laufe eines Jahres auch Disco-Abende, Kicker- oder Dartturniere, letzteres in integrativer Form mit einem Dartverein aus Aachen, auf dem Programm.

Ganz besonders am Herzen liegt den Teilnehmern jedoch die stimmungsvolle Karnevalsfeier, bei der sich selbst ausgedachte Programmpunkte mit Gastauftritten abwechseln. Über Inklusion wird also nicht nur gesprochen, sondern Inklusion wird gelebt.

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