Ein Stück Freiheit auf dem Mofa

Von: sh
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Wer mobil ist, hat auch bessere Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt: Dafür üben die Teilnehmer des Vorbereitungsseminars zur Erlangung des Mofaführerscheins auf dem Gelände des Caritas-Behindertenwerks.

Eschweiler. Motorisiert zu sein bedeutet ein Stück weit Freiheit, ist aber auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt mittlerweile auch schon eine Art Basisqualifikation.

Auch Heinz Wienands und Lukas Kuzzmik träumen davon, bald ein bisschen eigenständiger zu sein. Sie nehmen derzeit mit sechs weiteren Mitarbeitern der Caritas Behindertenwerk GmbH am „Vorbereitungsseminar zur Erlangung des Mofa-Führerscheins” teil. Ein sperriger Titel, hinter dem sich eine einfache Idee verbirgt.

„Wir wollen Menschen mit Behinderung, die bei uns arbeiten, qualifizieren”, sagt Fredi Gärtner, Leiter des Fachbereichs Soziale Dienste. Wer einen Mofa-Führerschein erlangt, der wird vielleicht auch auf dem ersten Arbeitsmarkt bessere Chancen haben.

Der Eschweiler Fahrlehrer Harald Seeger macht zusammen mit der Caritas bereits zum dritten Mal ein „Führerschein-Verkehrstraining”. Zunächst stehen einige Theorietermine in der Fahrschule auf dem Stundenplan, vergangenen Mittwoch hieß es dann auf dem Hof der Behindertenwerkstatt das erste Mal: Helm an, Lenker in die Hand und Gefühl für Gas und Bremse des Fahrschulrollers bekommen.

Gärtner und Seeger betonen, dass sie absolut realistisch und ohne falsche Versprechungen an solche Kurse herangehen. „Es geht darum, zu überprüfen, ob die Erlangung eines Mofa-Führerscheins im ersten Schritt machbar scheint”, sagt Verkehrsexperte Seeger. Am Ende steht gegebenenfalls die reguläre Prüfung des TÜV. „Das ist schon eine Hürde”, weiß Seeger. „Da ist oftmals die Kreativität des Fahrlehrers gefragt.” Wenn eine Mofa-Ausbildung sonst bereits nach einer Doppelstunde abgeschlossen ist, könne, so Seeger, sie hier auch schon mal 20 bis 30 Doppelstunden dauern. Doch der Erfolg am Ende zählt.

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