Ein Stadttteil mit Vorzeigecharakter für die Region

Von: ran
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Blicken auf arbeitsreiche, aber erfolgreiche Monate zurück: Projektleiterin Lisa Trienekens (2. v. l.) und einige der Koordinatoren vor sanierten Fassaden der Bergmannssiedlung. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Am 3. April fiel der Startschuss, sieben Monate später konnte ein zufriedenes Fazit gezogen werden. Der weitaus größte Teil der einheitlichen Fassadensanierung in der Bergmannssiedlung in Eschweiler-Ost ist erfolgreich abgeschlossen.

Und dies innerhalb des Zeitplans. Am Samstag kamen nun alle am Projekt Beteiligten in der Bürgerbegegnungsstätte zusammen, um im Rahmen des Adventsfestes der Interessengemeinschaft Bergmannssiedlung das Etappenziel zu feiern.

„An insgesamt 118 Häusern in der Dürener-, der Rur-, der Paul-Ernst- und der Oststraße sowie des Eduard-Mörike-Platzes wurden die Fassaden saniert. 75 Hausbesitzer haben die Arbeiten in Eigenleistung bewältigt”, erklärt Lisa Trienekens, Leiterin des Gesamtprojekts „Soziale Stadt Eschweiler-Ost”.

Beantragt wurden die nötigen Fördermittel im Jahr 2006. „Nachdem die Straßensanierungen in der Siedlung abgeschlossen waren, kam aus der Interessengemeinschaft der Vorschlag, auch die Hausfassaden auf Vordermann zu bringen. Wobei von vorneherein die Bereitschaft vorhanden war, Eigenleistungen zu erbringen”, denkt die Verwaltungsmitarbeiterin zurück.

Im Oktober 2007 erfolgte die Bewilligung der Fördermittel, die aus einer Sonderausschüttung des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt” stammen. Doch damit waren noch nicht alle Hürden aus dem Weg geräumt. „Wir haben das Gespräch mit dem EBV gesucht. Doch aus diesem war Evonik geworden, was bedeutete, dass auch die handelnden Personen andere geworden waren”, so Lisa Trienekens.

„Es hat ein halbes Jahr gedauert, die Verantwortlichen von Evonik zu überzeugen”, macht die Projektleiterin deutlich. Doch im Mai 2008 konnte die Information an die Bewohner der Bergmannssiedlung herausgehen, dass der Fassadensanierung nichts mehr im Wege stehe, falls der erforderliche Eigenanteil der Stadt durch die Eigenleistung der Bewohner erwirtschaftet werde.

Der Architekt sowie der Bauleiter nahmen eine Bestandsaufnahme auf, seit Anfang 2009 trafen sich alle zwei Wochen 14 Projektkoordinatoren aus der Siedlung mit den Vertretern der Interessengemeinschaft, um offene Fragen zu erörtern.

Am 3. April konnten die Arbeiten aufgenommen werden, zu Beginn des Novembers waren alle Gerüstarbeiten abgeschlossen. „Das Zwischenziel ist erreicht. Jetzt schnaufen wir bis zum Frühjahr durch, dann geht es weiter”, blickt Lisa Trienekens nach vorne.

Ziel ist es, die Arbeiten bis spätestens 12. Juni abgeschlossen zu haben. „An diesem Tag steigt das nächste Siedlerfest”, erklärt die Mitarbeiterin der Abteilung Planung und Entwicklung.

Bürgermeister Rudi Bertram sparte während seiner kurzen Ansprache nicht mit Komplimenten in Richtung der Bewohner der Bergmannssiedlung: „Sie haben dies mitgestaltet. Wie sie sich eingebracht haben, ist kaum nachzuvollziehen, wenn man bedenkt, wo und wie Initiativen an vielerlei Orten scheitern”, so der Verwaltungschef. „Das Projekt Eschweiler-Ost ist inzwischen NRW-weit bekannt. Ihr Stadtteil hat mittlerweile Vorzeigecharakter für die Region.”

Auch Therese Glassner, Sprecherin der IG Bergmannssiedlung, blickte zufrieden auf die vergangenen Monate zurück. „Es ist einfach klasse, wie alles über die Bühne gegangen ist.” Ihr Mitstreiter Georg Dutz stellte die Kooperation mit der Verwaltung in den Vordergrund. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert großartig.”

Die Bewohner der Bergmannssiedlung hatten also allen Grund, am Samstag zu feiern. Nun heißt es durchatmen - denn im Frühjahr steht die letzte Etappe in Sachen Fassadensanierung auf dem Programm.
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