Eschweiler - Ein Platz, an dem jeder Europa erleben kann

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Ein Platz, an dem jeder Europa erleben kann

Von: Christina Diels
Letzte Aktualisierung:
Platz für Europa: Den wollen
Platz für Europa: Den wollen (v.l.n.r.) Rudi Bertram, Annelene Adolphs, Winfried Brömmel, Peter Schöner im Foyer des Rathauses schaffen. Foto: Christina Diels

Eschweiler. Die mobile Litfasssäule im Rathausfoyer schiebt Rudi Bertram probeweise ein Stück nach hinten. „Wir müssen umkramen”, sagt der Bürgermeister und sieht sich um, „aber Platz ist genug.” Winfried Brömmel, Projektleiter beim „Europe Direct Informationsbüro Aachen”, nickt, als er am Donnerstag in Eschweiler zu Besuch ist.

Dann kniet er sich hin und rollt ein großes Poster aus. „Europa ist hier” steht in großen Buchstaben darauf. „Hier” soll ab dem neuen Schuljahr das Rathausfoyer sein.

„Hier in der Nähe des Bürgerbüros, wo sich viele Leute aufhalten”, schlägt der Bürgermeister vor. Auch Peter Schöner und Annelene Adolphs vom Europaverein Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft (GPB) begutachten die Stelle. „Könnte man auch einen Briefkasten aufstellen für Fragen zum Thema Europa?”, fragt Adolphs. „Natürlich”, antwortet Brömmel. „Wir sind da flexibel.”

Europa kennen, Europa verstehen und Europa gestalten, so formuliert „Europe Direct” sein Anliegen. Klingt gut in der Theorie. „Unser Auftrag ist es, Europa transparent zu machen”, sagt Brömmel. Und zwar mit kostenloser Beratung, mit Recherche, mit Dikussionen, Informationsveranstaltungen und -material. Und in der Praxis? Brömmel gibt zu bedenken: „Ein schöner Broschürenstand nützt mir nichts. Hinter den Ständer muss Leben kommen!”

Bertram will, dass die Bürger Europa spüren. Und zwar nicht nur an offenen Grenzübergängen. „Euregio, Regio, Städteregion, wie soll da einer durchblicken?”, fragt Bertram. „Mann und Frau müssen sehen, was hier in der Region passiert.” Zum Beispiel im benachbarten Belgien oder den Niederlanden. Ein Poster auf einer Stele und zwei rollbare Prospektständer mit Infomaterial zur Europäischen Union reichen nicht.

Vorträge, Diskussionen zu europäischen Themen und Studienfahrten sind gefragt. Wirtschaftsgespräche zwischen den Ländern schlägt Schöner vor. Adolphs erinnert an einen Besuch einer Umweltausstellung in Lüttich, Bertram an einen Schüleraustausch mit England und Brömmel erzählt von Planspielen für Schüler, die „merken sollen, wie es funktioniert, wenn man Kompromisse schließt”, etwa am Besipiel der EU-Erweiterung.

Die Ideen sind da, Platz für Materialien wie Poster und Prospektständer auch - nun gilt es, Europa zu leben.
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