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Ein Kreisel soll den Verkehr flüssiger machen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Ende Juni soll sich der Verkehr hier im Kreis drehen: Die unfallträchtige Einmündung der Landesstraßen 236 und 238 wird umgestaltet. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg/Eschweiler. Am Mittwoch ist alles vorbei. Nicht nur der Karneval, sondern auch das jahrelange Warten auf einen Kreisverkehr an der Einmündung der Münsterbach- in die Eschweilerstraße (L236 / L238). Am Dienstag haben die Arbeiten durch den Landesbetrieb Straßenbau begonnen.

Den Anfang macht dabei die Einrichtung der Baustelle mit einer veränderten Verkehrsführung. Denn die Maßnahme ist mit Umleitungen und Sperrungen verbunden. Zunächst wird die Münsterbachstraße komplett für den Verkehr gesperrt; lediglich die ansässigen Industriebetriebe erhalten bis zur Baustelle eine Zufahrt.

Voraussichtlich bis Ende Juni werden die Arbeiten am Kreisverkehr dauern und mit unvermeidbaren Beeinträchtigungen verbunden sein, zumal der Landesbetrieb im Auftrag der Stadt Stolberg auch die Ertüchtigung des Kanalsystems in diesem Bereich vornimmt. Beeinträchtigungen, die die Stolberger sicherlich gerne in Kauf nehmen mit Blick auf die lange Historie, die die Realisierung in Anspruch genommen hat.

Rund 15 Jahre reicht die Diskussion über den Knotenpunkt zurück. Als untersucht wurde, wie der erhebliche Verkehrsdruck durch Abbiegespuren flüssiger gestaltet werden kann, kam ein Gutachten zu dem Schluss, dass nur eine Ampel eine Verbesserung der Situation zur Folge haben würde. An eine Verbesserung des Verkehrsflusses durch eine Ampel glaubte der Stolberger Stadtrat allerdings nicht und beschloss stattdessen, den Bau eines Kreisverkehres einzufordern.

Seinerzeit reichte dafür der zur Verfügung stehende Straßenraum nicht und der Erwerb von Flächen scheiterte. Die Stolberger Politik blieb aber ihrer Forderung treu. Um so erboster war sie dann im Mai 2004, als sie aus unserer Zeitung erfuhr, dass die Verwaltung den Wunsch nach einem Kreisverkehr noch gar nicht beim Landesbetrieb angemeldet hatte und somit über Jahre nicht in der Prioritätenliste geführt werden konnte.

Stattdessen hatte sich die Verwaltung mit dem Landesbetrieb aus Kostengründen auf eine Ampel geeinigt - ungeachtet eines Beschlusses der zuständigen Regionalratskommission, den Stolberger Wunsch nach einem Kreisverkehr zu forcieren. Darauf beharrte der Stolberger Rat weiter konsequent.
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