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Ein kleines Röhrchen hält die Atemwege im Schlaf frei

Von: na
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Erläuterte den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand eine neue Möglichkeit, die Atemwege im Schlaf offen zu halten: Dr. Klaus Düring. Foto: Nils Aßmus

Eschweiler. Mehrere hundert Male in einer Nacht kann die Atmung bei Schlafapnoeikern im Schlaf aussetzen. Der Sauerstoffgehalt im Blut nimmt bei den manchmal minutenlangen Atemstillständen ab, und das Stammhirn muss den Patienten. Mit Herzrasen und Atemnot wacht der Patient auf.

Die Folge sind enorme Belastungen für das gesamte Herzkreislaufsystem und natürlich auch die Psyche. Der Körper ist über Tag in seiner Leistung eingeschränkt und zahlreiche Folgekrankheiten wie Schlafanfälle, Diabetes, Herzinsuffizienz sind mögliche weitere Begleiter einer Schlafapnoe.

Ausgelöst werden Apnoen entweder durch den Verschluss des Rachenbereichs oder einen Atemwegsverschluss durch eine Erschlaffung der Halsmuskulatur (obstruktive Apnoe) oder durch eine ausbleibende Steuerung durch das Gehirn (zentrale Schlafapnoe).

Jetzt bekam die Eschweiler Selbsthilfegruppe Schlafapnoe/Atemstillstand e.V. Besuch von Dr. Klaus Düring. Bisher bestand die zu beinahe einhundert Prozent angewendete Therapie darin, den Patienten über Nacht an ein so genanntes CPAP-Atemtherapiegerät anzuschließen, das kontinuierlich einen leichten Überdruck in den Atemwegen schafft. Das große Manko dieser Geräte ist jedoch, dass die Schleimhäute der Patienten durch die ständige Luftzufuhr ausgetrocknet werden und dies zu erheblichen Beschwerden führen kann.

Außerdem ist so ein Atemtherapiegerät auf Strom angewiesen und das führt gerade auf Reisen zusammen mit dem Gewicht und der Größe der Geräte zu vorhersehbaren Problemen.

Der Schlafapnoepatient Richard Mahr, war mit dieser Behandlungsmethode so unzufrieden, dass er die Idee zu einer einfacheren und verträglicheren Therapiemethode entwarf. Sie besteht aus einem kleinen Tubus, der durch die Nase hinter den Zungengrund oder das Gaumensegel eingeführt wird wird und die Atemwege mechanisch freihält. Dr. Klaus Düring erklärte anhand von Videos aus den klinischen Studien die genaue Anwendung.

Der Referent gab zu bedenken, dass die Stents nicht jeden Patienten glücklich machen werden. Zum einen gebe es die emotionale Hürde, den Stent jeden Abend einführen zu müssen, und zum anderen muss in einem bestimmten Maße auch die Würgereizempfindlichkeit der Patienten berücksichtigt werden. Außerdem übernehmen die Krankenkassen bis jetzt noch keine Kosten dafür, die im Jahr bei über 700 Euro liegen können.
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