Stolberg/Eschweiler - Ein Hauch von Abschied auf dem Donnerberg

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Ein Hauch von Abschied auf dem Donnerberg

Von: ran
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Gelobten, der Bundesrepublik t
Gelobten, der Bundesrepublik treu zu dienen: die Soldaten der Rekrutenkompanie 6.

Stolberg/Eschweiler. Sie haben sich für mindestens sieben und höchstens 23 Monate verpflichtet. Danach geht es entweder zurück in das Zivilleben oder in Richtung Zeitsoldat. 38 Freiwillig Wehrdienstleistende der Rekrutenkompanie 6 der Technischen Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik (TSL/FSHT) haben vor zahlreichen Gästen in der Donnerberg-Kaserne ihr Gelöbnis abgelegt.

Besonders herzlich begrüßte Oberstleutnant Ralf Bredendiek zunächst die Angehörigen und Freunde der Rekruten. „Mit ihrer Anwesenheit bringen sie ihre Verbundenheit mit uns Soldaten zum Ausdruck.”

Anschließend gab er das Wort weiter an Yannic Bölke, Vertrauensperson der Rekruten. „In bisher 81 Tagen auf dem Donnerberg haben wir gelernt, was Kameradschaft ist und was es bedeutet, sich gegenseitig zu respektieren, zu unterstützen und zu motivieren”, erklärte der Rekrut. „Die Ausbildung war teilweise hart und immer fordernd, jeder hat aber versucht, sein Bestes zu geben”, so sein Fazit. In seiner Gelöbnisrede gab Oberstleutnant Ralf Bredendiek dann einige grundsätzliche Gedanken zum sich wandelnden Dienst bei der Bundeswehr preis. „Die Euphorie der frühen 90er Jahre, als nach dem Wegfall der Ost-West-Konfrontation für zahlreiche Menschen der ungestörte dauerhafte Frieden weltweit in greifbarer Nähe schien, wurde schnell und bitter enttäuscht”, blickte der Offizier zurück.

Auf rund der Entwicklung habe sich auch Deutschland den Erwartungen und Forderungen der Staatengemeinschaft nicht entziehen können.

Wirtschaftlich stärkste Nation

„Als wirtschaftlich stärkste und bevölkerungsreichste Nation Europas, umringt von Freunden, wird unser aktiver Beitrag bei Einsätzen der Nato beziehungsweise der Staatengemeinschaft erwartet.” In diese ungewohnte Position habe sich Deutschland erst hineinfinden müssen. „Diese Rolle spielt Deutschland mit Augenmaß und Zurückhaltung, aber eben auch mit anerkanntem Erfolg.” Auslandseinsätze gehörten inzwischen fest zum erweiterten Aufgabenspektrum der Bundeswehr. Eines dürfe kein freiwillig Wehrdienstleistender außer Acht lassen: „Wir setzen als Soldaten im Einsatz das kostbarste ein, was wir besitzen - unser Leben.

Dass die Bundeswehr auch und gerade nach der Aussetzung der Wehrpflicht um Nachwuchs werbe, ergebe sich aus der Struktur der Armee. Nicht übersehen werden dürfe, dass die Bundeswehr als Dienstherr nicht nur fordere, sondern auch biete. Zum Beispiel zivilberuflich nutzbare und anerkannte Abschlüsse. „Deshalb fordere ich sie auf, aktiv und interessiert zu sein, damit sie die ihnen gebotenen Möglichkeiten individuell abwägen können”, motivierte der Oberstleutnant die Rekruten.

Und er forderte von ihnen, als mündige Bürger die Augen offen zu halten: „Beobachten sie aufmerksam die Gesellschaft und gestalten sie diese durch ihr eigenes Verhalten und ihre Einflussnahme auf ihr Umfeld mit. Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz sind keine Grundlagen einer gelungenen Politik”, schloss Oberstleutnant Ralf Bredendiek seine Ausführungen, bevor die Rekruten die Gelöbnisformel sprachen. Musikalisch gestaltet wurde das Gelöbnis vom Heeresmusikkorps 300 aus Koblenz.

Am 1. Juli startet nun der letzte Rekrutenausbildungsgang in der Stolberger Donnerberg-Kaserne. Das Gelöbnis werden die Freiwillig Wehrdienstleistenden allerdings zu diesem Anlass in Aachen ablegen.
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