Eschweiler - Eigene Lieder originell gemixt mit Evergreens

Staukarte

Eigene Lieder originell gemixt mit Evergreens

Von: jope
Letzte Aktualisierung:
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Überraschende Zugabe: Am Ende des Konzertes sangen Romy Conzen aus Montzen und Feri Nemeth aus Eschweiler im Duett. Foto: Joachim Peters

Eschweiler. Ihr Gesicht: von mädchenhafter Unverbrauchtheit. Ihre Stimme: trotz Jugend schon mit unverwechselbarem Wiedererkennungs-Effekt. Ihre Gitarren-Begleitung: originell, sowohl bei eigenen Chansons wie zur Begleitung von Evergreens. Ihr Name: Romy Conzen. Ihre Heimat: Montzen in Belgien, aber am Wochenende für drei Stunden das bis auf den letzten Platz gefüllte Culture-Café.

„La fille du Nord” (Mädchen des Nordens) nennt sich Romy Conzen in einem ihrer Lieder im Hinblick auf die geografische Lage des heimatlichen Nordsee-Landes Belgiens.

Doch eine Vollblut-Musikerin, die Romy trotz des noch ausstehenden Examens in Klassischer Gitarre am Konservatorium (Musikhochschule) Lüttich zweifellos schon abgibt, ist von den ethnischen Wurzeln und künstlerischen Einflüssen her nicht nur aus einem Holz geschnitzt. Der Akzent der zurückhaltend-charmanten Anmoderation verrät die Prägung durch die niederländische Mama.

Die Wertschätzung des französischen Chansons ist angesichts des belgischen Papas wie des eigenen „Eintauchens” in die francophone Musik-Szene Lüttichs nachvollziehbar. Doch woher hat ein halbes „Meisje” die braunen Augen und das im Verlauf des Konzertes immer stärker hervortretende Temperament? Ach ja, da gibt es auch noch eine brasilianische Oma ...

Dies alles und die musikalische Prägung durch stilistisch unterschiedliche Vorbilder wie David Russel, die Brüder Assad, Roland Dyens und Scharon Isbin wurden zu einem fast dreistündigen interessanten Solo-Abend verwoben. Romy Conzen erfreute die Besucher im Culture-Café mit einer hochwertigen wie kurzweiligen Mixtur aus eigenen und gecoverten Texten.

Doch nicht nur die Selbstkompositionen wie die englische Ballade „Love is the answer” und die französischen Chansons der „Fille du Nord” verrieten viel Sensibilität und Erfindungsreichtum.

Auch die gecoverten Texte hörte man dank der eigenwilligen, aber nicht werkverfremdenden Harmonik auf der Gitarre „wie neu” - egal, ob es sich dabei um die Ohrwürmer „Roxanne”, „Hotel California”, „Knockin on heavens door” oder den Rolling-Stone-Hit „Paint it black” handelte. Erinnerungen an die legendäre Edith Piaf wurden wach, als Romy Conzen deren „Non, je ne regrette rien” (Nein, ich bereue nichts) anstimmte.

Das finale Lied hieß - in griechisch, als musikalische Frucht von Santorini-Aufenthalten - bezeichnenderweise „Ich gehe”. Doch bekanntlich geht man nie so ganz: Daher stimmte Romy Conzen mit Eschweilers Vollblut-„Jazzer” Feri Nemeth eine Zugabe an. Und Culture-Café-Betreiberin Gretel Germann stellte für die Zukunft einen dann dritten Auftritt der Montzener Gitarristin und Sängerin in Aussicht.
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