Eschweiler - Ehrungen im Josefshaus für stolze 170 Jahre Berufserfahrung

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Ehrungen im Josefshaus für stolze 170 Jahre Berufserfahrung

Von: sh
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Wolfgang Gerhards (links), Dr. Barbara Krause (2. von links) und Pfarrer Dr. Andreas Frick (2. von rechts) gratulierten den Dienstjubilaren des Hauses St. Josef. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. „Hier stehen 170 Jahre Berufserfahrung vor uns”, blickte Wolfgang Gerhards in die Runde seiner Jubilare. Gemeinsam mit der Laudatorin des Tages, Prof. Dr. Barbara Krause, ehrte der Leiter vom Haus St. Josef langjährige Mitarbeiter der Eschweiler Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.

In einer kleinen Feierstunde überreichte Barbara Krause als Vorstandsmitglied des Diözesan-Caritasverbandes die Urkunden. Krause, lange Jahre Professorin an der Katholischen Hochschule Aachen, würdigte die Verdienste der Jubilare.

In Anlehnung an die Geschichte des barmherzigen Samariters stellte sie die zentrale Botschaft, die im Haus St. Josef gelebt werde, heraus: Not sehen und handeln. In einer Zeit, in der vielfach wieder eine Unterscheidung zwischen „wir” und den „anderen”, den „Fremden” und „Schlechten” propagiert würde, seien Menschen, die gezielt fragen „Wer braucht mich als Nächsten?” wichtig. „Was braucht dieses Kind? Wie kann ich ihm helfen, auch wenn es mir fremd ist? Die Arbeit, die sie hier machen, geht gar nicht ohne eine solche Haltung”, dankte Krause den Haus-St.-Josef-Mitarbeitern.

Missstände erkennen sei die eine Sache. Über gesellschaftliche Fehlentwicklungen und deren Folgen „im kleinen Kreis zu motzen”, wie es Krause formulierte, können viele. Entscheidend dazu beizutragen, Probleme aufzuzeigen, möglicherweise durch Verbände wie die Caritas ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen um sie schließlich zu lösen, sei jedoch ein weiterer, sehr wichtiger Schritt.

„Mit ihrer langjährigen Berufstätigkeit im Haus St. Josef sind sie zur Institution geworden”, sprach auch Pfarrer Dr. Andreas Frick im Namen des Trägers Worte des Dankes. „Wir suchen allenthalben nach Verlässlichkeit in der Gesellschaft.” In der Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und deren Familien haben die Dienstjubilare genau dies bewiesen. „Sie sind Menschen, denen man vertraut, wo man weiß: Diese Person ist da”, so Frick.

Eine besondere Ehrung erhielt Marianne Hardt. Seit 1985 und somit seit 25 Jahren arbeitet sie im Haus St. Josef. Der Caritasverband spricht Ehrungen allerdings nur bis zum 20. Dienstjahr offiziell aus. Daher griff Kollege Robert Wagner kurzerhand zur Gitarre und präsentierte einen wunderbar-amüsanten Song, der augenzwinkernd auf die gute, alte Zeit blickte und einiges an aktuellem Zeitgeist ironisch hinterfragte.

Die weiteren Jubilare: Anke Kaulen, Ursula Siebertz und Claudia Harter erhielten das Ehrenzeichen in Gold für 20-jährige Mitarbeit. Das silberne Ehrenzeichen für 15 Jahre Mitarbeit bekamen Melanie Effenberg und Maria Nießen. Seit zehn Jahren arbeiten Monika Detela-Stürtz, Jürgen Wallraff, Marina Stein-Gerhards und Nicole Pisters im Haus St. Josef und erhielten dafür eine Urkunde des Deutschen Caritasverbandes.
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