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Ehrenamtliche Ordnungshelfer schauen in der Stadt nach dem Rechten

Von: sh
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Ein wahrer Hingucker: Beim Spaziergang durch die Apfelplantagen erfuhren die ehrenamtlichen Helfer des Ordnungsamtes Wissenswertes zum Obstanbau von Josef Hillemacher (rechts). Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. In dieser Gegend scheint die Welt noch in Ordnung: Die mit roten Äpfeln behangenen Bäume reihen sich auf 20 Hektar Land aneinander, der Chef persönlich schreitet durch die kleinen Alleen, im Schlepptau eine wissbegierige Gruppe ehrenamtlicher Helfer des Ordnungsamtes.

Ein Flecken Erde, der keine Probleme kennt? „Nicht ganz”, wie Plantagen-Inhaber Josef Hillemacher den 20 Mann erzählt. Nicht nur der Anbau, die Ernte und der Verkauf des Obstes bedeutet viel Arbeit für den Selbstvermarktungsbetrieb.

Auch der Schutz der Früchte bedarf der Aufmerksamkeit der Hillemachers, ob vor Meisen oder aber vor menschlichen Pickern, die die reifen Äpfel am Rande des Weges allzu oft als Allgemeingut ansehen.

Doch Josef Hillemacher hat seine Tricks und eine gut funktionierende soziale Kontrolle. „Die vielen Spaziergänger, die hier tagtäglich vorbei kommen, haben auch einen Blick mit drauf”, berichtet der Obstbauer.

Also doch kein Fall fürs Ordnungsamt, trotzdem hatte Leiter Edmund Müller die ordnungsamtlichen Helfer der Stadt - 20 an der Zahl - zu einem Ausflug in die Obstplantagen mit anschließender Einkehr im Killewittchen eingeladen.

Seit vier Jahren unterstützen Bürger den städtischen Dienst. Sie sind kein Ersatz für die Profis, sondern aufmerksame Anwohner, die einen Blick auf ihr „Revier” werfen: Müll, Vandalismus, als Hundetoiletten missbrauchte Parkstreifen - hier helfen die Ehrenamtler mit, nach dem Rechten zu schauen, Mitbürger auf Fehlverhalten freundlich hinzuweisen und bei Bedarf den Kontakt mit der Stadt aufzunehmen.

Ein Mann der ersten Stunde ist Gerd Adolphs. Der 86-Jährige kümmert sich darum, dass von der Wollenweberstraße bis zum Schlachthof alles in Ordnung bleibt. Für unbedachte Gassi-Geher hat er stets ein Schäufelchen dabei. „Alles sauber halten”, lautet sein Motto.

Er wohnt schließlich hier. Den richtigen Umgang mit den Leuten hat er auch schnell gelernt: „Man darf nicht zu streng sein”, setzt der Senior gerne auf ein bisschen „Jeckerei”, ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren: eine gepflegte Heimat.

Ein Idyll in Hastenrath, ein Aushängeschild für Eschweiler: die Edelobstplantage Hillemacher.

Dafür setzt sich auch Robert Ney ein. Gleich nebenan, rund um Markt und City-Center steht er parat. „Alle reden immer von Bürgerrechten, aber es gibt auch Bürgerpflichten”, sagt der 74-Jährige. Eine saubere Stadt, ein respektvoller Umgang miteinander seien solche Pflichten. Davon profitieren alle, glauben die ordnungspolitischen Helfer.

Der Amtsleiter gibt ihnen Recht und sprach ihnen gemeinsam mit Bürgermeister Rudi Bertram am Donnerstagnachmittag Dank aus für ihren ehrenamtlichen Einsatz. „Diese 20 Mann sind unsere Ohren und Augen in den Stadtteilen”, weiß Edmund Müller das Engagement zu schätzen.

Wer hilft in Röthgen und Pumpe-Stich mit?

Die Idee der ordnungsamtlichen Helfer stammt von Bürgermeister Rudi Bertram. In den Bereichen, wo sie wohnen, schauen sie, ob alles in Ordnung ist, melden der Verwaltung Missstände und kümmern sich um Kleinigkeiten.

„Das Stadtgebiet ist weitestgehend gut abgedeckt”, freut sich Amtsleiter Edmund Müller über die 20 Mann starke Truppe. Verstärkung könne man trotzdem immer gebrauchen, besonders im Bereich Pumpe-Stich und Röthgen. Bei Interesse kann man sich beim Eschweiler Ordnungsamt melden unter: 71246.
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