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Echte Gardisten lassen sich von kleinen Unfällen nicht stoppen

Von: lbe
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Beste Laune zum Sessionsauftakt: Die Dürwisser Narrengarde servierte in der Festhalle ihre traditionelle Erbsensuppe. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler-Dürwiß. „Leev Fastelovendsjecke, ed es werem su wigg“ – die KG Narrengarde Dürwiß von 1937 hat nun offiziell die Session eröffnet. Zwar hat der „Elfte im Elften bei dem einen oder anderen sicherlich auch schon seine karnevalistischen Spuren hinterlassen, doch jeder gescheite Traditionsverein weiß: Die Sessionseröffnung gehört ebenso auf ein ordentliches Programmheft, wie eine Gala- oder Damensitzung.

Doch dieser Sessionsauftakt war irgendwie anders. „Es ist elf Jahre gut gegangen“, sagte Präsident Patrick Nowicki. Und ausgerechnet an diesem großen Tag verletzte sich der Präsident, denn er „verlor den Kampf gegen die Schwerkraft“. Mit der Folge, dass er mit einem „Katsch en de Mull“ durch den Abend führte. Seinem jecken Mundwerk hatte der Sturz nicht geschadet, und so blickte er mit all den anderen Jecken auf 75 Jahre Narrengarde und eine Jubiläumssession 2011/2012 zurück.

Es war ein „Heimspiel in der Festhalle Dürwiß“, sagte Nowicki. Ein Heimspiel mit heißer Erbsensuppe für Verein und Gäste, mit „den schönsten Männern von Dürwiß, die im Smoking hier auf der Bühne stehen, dem Elferrat“ und einem Potpourri musikalischer Bestseller, präsentiert von den Kaafsäck.

Die Jugendkaafsäck stimmten die Gäste schon vor offiziellem Start unter der Leitung von Daniel Birekoven karnevalistisch ein, bis dann endlich die Narrengarde aufmarschierte. Lange hatte man sie nicht gesehen und doch standen alle auf und klatschten für ihren Dürwisser Karnevalsverein. Der Regimentsspielmannszug unter der Leitung von Christof Gühsgen lieferte die passende Musik, Tanzgruppe, Tanzpaar und die Showtanzgruppe Rainbow Dancers die Bewegungen zum Rhythmus. Ein kleiner Unfall überschattete den sonst so gelungenen blau-gelben Gardeblock: Tanzmarie Milena Getz stürzte ebenfalls, sodass sie den Tanz mit Offizier Fabian Florenkowsky abbrechen musste. Natürlich gab es dennoch Blumen mit dem Wunsch nach schneller Genesung.

Es war an der Zeit die duftende Erbsensuppe aufzutischen. Nach dem stimmungsreichen Auftritt vom Trompetenkorps Die Kaafsäck, spielten die Romanticas altbekannte Karnevalslieder sowie Pop-Musik und zu guter Letzt natürlich noch einmal das Prinzenlied. „Und dann die Hände in die Höh, wir klatschen noch dazu, wir tanzen Stippeföttche, unser Herz gibt keine Ruh...“ – ein jeder im Saal erinnerte sich an den Ohrwurm aus dem vergangenen Jahr und sang und schunkelte mit.

Weitere Höhepunkte lieferte die KG Löstige Eschweiler Afrikaner, die wie gewohnt mit prächtigen Kostümen den Saal stürmten, und die Mundartband Puddelrüh, die alle dazu einlud, kräftig mitzusingen. Nicht zu vergessen die Ehrungen all der Personen, die seit vielen Jahren für den Verein tätig sind und ohne die eine langjährige Geschichte wie diese nicht möglich gewesen wäre (siehe Box). Das war eine ganze Menge Programm für eine Sessionseröffnung. Und dies war erst der Auftakt...

Die Narrengarde nutzte die Gelegenheit, sich bei verdienten Mitgliedern zu bedanken: Für 33 Jahre wurden Frank Dickmeis, Herbert Dohmen, Wolfgang Hündgen, Norbert Jerzynski, Willi Münchow, Josef Willms, Dieter Pauquet und Konstantin Theuer geehrt. Für 44 Jahre Herbert Altenweg. Auf stolze 66 Jahre blickt Christian Nießen zurück. Zudem wurden zahlreiche Gardisten für 11 und 22 Jahre Vereinstreue ausgezeichnet.

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