Eschweiler - Drei Straßenmusiker erobern die Bühnen

Drei Straßenmusiker erobern die Bühnen

Von: thd
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Lagerfeuermusik mal anders: Mi
Lagerfeuermusik mal anders: Mit Gitarre, Kontrabass und Cajón gab das Lagerfeuer-Trio Lieder zum Mitsingen und Mittanzen zum Besten. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Die Hitze im Talbahnhof glich einem Lagerfeuer im Laufe des Freitagsabends immer mehr. Vom ersten Ton an hatte das Lagerfeuer-Trio das Publikum gefesselt und hinterließ durch viele bekannte Hits und eigene Songs einen perfekten Eindruck bei seinem ersten Auftritt in Eschweiler.

Denn an diesem Abend war vor allem die Mitarbeit des Publikums gefragt, dass gerne die bekannten Hits mitsang.

Das Minimalkonzept verfehlte seine Wirkung nicht: Bernd Weiss (Gitarre), Heiko Wätjen (Kontrabass) und Yann le Roux (Cajón) spielten einen Abend voller akustischer Höhepunkte. Mit Michael Jacksons „Thriller” gelang der Auftakt und das Publikum wippte mit dem Kopf und anderen Körperteilen direkt mit.

Dass die Menschen an diesem Abend nicht nur zum Zuhören in den Talbahnhof gekommen waren, war spätestens ab dem zweiten Lied jedem bewusst. „Ihr müsst mitsingen! Sei es ein Schallalla oder andere Textpassagen - wir spielen Lieder, die jeder teilweise kennt”, motivierte Bernd Weiss das Publikum.

Beim nächsten Lied „Wild World” zeigten die Menschen im Saal direkt, dass es die stimmlichen Ansprüche an diesem Abend mehr als erfüllen konnte. „Wir haben mit Straßenmusik angefangen und dort gelernt, dass das Publikum mitgerissen werden möchte - ansonsten gingen die Zuhörer weiter. Das Konzept wollen wir auch auf der Bühne weitertragen, denn zum Lagerfeuer gehört eine Gemeinschaft, die zusammen singt”, verriet Gitarrist Bernd Weiss nach dem Konzert das Erfolgskonzept der Band.

Von der Straße aus ging es auf viele große und kleinere Bühnen. Bei Festen, in Kneipen und Clubs begeistert das Lagerfeuer-Trio seit über acht Jahren. Der erste Gedanke bei Lagerfeuermusik ist das spartanische Bild von Strand und Menschen, die, nur mit Akustikinstrumenten bewaffnet, Musik machen. Mit Gitarre, Kontrabass und Cajón, also einer Kistentrommel, spielte das Trio Lieder wie „Viva la Vida” von Coldplay, „Haus am See” von Peter Fox und auch „Save Tonight” von Eagle Eye Cherry.

Auch bei Klassiker wie „Ring of Fire”, „The Passenger”, „Satisfaction”, „You´re the one that I want”, „Walk like an Egyptian” und bei deutschen Liedern von den Ärzten unterstützte das Publikum die drei sympathischen Musiker fleißig. Bei „Bamboleo” hatte auch Yann le Roux seinen Soloauftritt und zeigte, welch ausgeklügelte Rhythmen er seinem Cajón entlocken kann. Bei Udo Lindenbergs „Cello” bewies er seine stimmliche Stärken, denn sein Gesang kam dem Original gefährlich nahe.

Lieder, die jeder kennt

Mit Bob Marleys „Could you be loved” stimmte das Trio in den Reggae ein und gab eigene Songs zum Besten. Inspiriert vom Leben als Straßenmusiker und Menschen, die zwar Geld aber keine Freunde haben, begeisterten die Musiker mit ihren Liedern. „Wir singen über Alltagssituationen, die allen bekannt sind. Deshalb fällt es nicht schwer mitzusingen”, erklärte Heiko Wätjen.

Mit lustigen Geschichten und flapsigen Sprüchen lockerte das Trio den Abend immer wieder auf und bescherte dem Publikum drei unvergessliche und entspannte Stunden im Eschweiler Kulturzentrum.
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