Die Stadtbücherei erobert auch die digitale Welt

Von: mic
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Michaele Schmülling-Kosel ist
Michaele Schmülling-Kosel ist seit Februar Leiterin der Stadtbücherei. Die klassische Ausleihe spielt nach wie vor eine zentrale Rolle, doch wird das Onlineangebot der Bibliothek immer stärker genutzt. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Dass das Team der Stadtbücherei im Kulturausschuss ein dickes Lob bekam, ist nicht ungewöhnlich, denn die Eschweiler Bibliothek hat einen anerkannt guten Ruf.

Der städtische Referent Dieter Kamp würdigte das umfangreiche Angebot, vor allem auch online, und „den Erfindungsreichtum des Personals”. Dieser wird auch weiter gefragt sein, da sich die Personalsituation mit dem Ausscheiden der langjährigen Bibliotheksleiterin Christine Rohe zum Jahreswechsel nicht gerade verbessert hat.

Seit Februar neue Leitung

Leiterin ist seit dem 1. Februar die langjährige Stellvertreterin Michaele Schmülling-Kosel, auch wenn auf der städtischen Homepage an einer Stelle immer noch Christine Rohe geführt wird. Dem Jahresbericht 2010 hat die neue Büchereileiterin denn auch einen Ausblick auf das laufende Jahr beigefügt, der nicht ohne Skepsis auskommt: „Mit dem Ausscheiden der Leiterin, Frau Christine Rohe, wurden 19,5 bibliothekarische Wochenarbeitsstunden ersatzlos gestrichen.

Als Ausgleich wird im Umfang von 19,5 Wochenstunden zunächst eine fachfremde Aushilfskraft zur Verfügung gestellt. Da die vielfältigen Aufgaben außerhalb und während der Öffnungszeiten viel Zeit und fachlich qualifiziertes Personal binden, bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang die bisherigen Angebote bestehen bleiben können.”

Aus diesen Angeboten hoben Politiker wie Verwaltung vor allem die Online-Möglichkeiten und hier speziell die kostenlose (!) Nutzung des Munzinger-Archivs für alle Inhaber eines gültigen Büchereiausweises hervor. Das Archiv eignet sich hervorragend zur Recherche und hält aktuelle Nachschlagewerke wie Brockhaus und Duden, Biographien, Chroniken und Länderprofile bereit - immer auf dem neuesten Stand und vor allem zitierfähig. Der Onlinetrend zeigt sich darin, dass in 2010 insgesamt 13 430 Zugriffe auf die Homepage der Stadtbücherei gezählt wurden, ein Plus von 23,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Digitale Bibliothek verzeichnete sogar 62 Prozent mehr Zugriffe (931) mit 9652 Recherchen.

Dennoch spielte und spielt die klassische Ausleihe immer noch eine zentrale Rolle - trotz eines leichten Rückgangs auf knapp 91.000 bei 3583 aktiven Lesern. „Renner” waren im Jahr 2010 Romane (26 629 Ausleihen oder 29,3 Prozent) sowie Kinder- und Jugendbücher (25 372/27,9). Michaele Schmülling-Kosel: „Hier schlagen sich offensichtlich die Bemühungen im Bereich der Leseförderung nieder.”

Auch für diese Anstrengungen dankte der Kulturausschuss dem Büchereiteam ausdrücklich, das seit Jahren mit unterschiedlichsten Veranstaltungen und dem ehrenamtlichen Einsatz von Lesepaten, dem Sommerleseclub, Klassenführungen und vielem mehr Kinder an das Medium Buch heranführt.
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