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Die Rureifel bleibt trotz Krise ein beliebtes Ziel für Kurzurlauber

Von: Lisa Pütz
Letzte Aktualisierung:

Rureifel. Sommer, Sonne, Strand und Meer - so stellen sich die meisten Deutschen wohl den perfekten Urlaub vor. Doch was, wenn das Geld nicht für den sommerlichen Karibik-Traum reicht?

n diesem Fall liegt es nahe, sich einmal in seiner Umgebung nach Urlaubszielen umzusehen: Wie wäre es beispielsweise mit einem Trip in die Rureifel? Schließlich hat dieses Naherholungsgebiet eine ganze Menge zu bieten. Schlägt nun - in Zeiten der Wirtschaftskrise - die Stunde des Urlaubs vor der Haustür?

Nationalpark als Magnet

„Ja”, sagen die Verantwortlichen im Freibad Heimbach. „Aufgrund von Beobachtungen und Gesprächen mit den Gästen” könne man tatsächlich einen solchen Trend erkennen. Nur einen Katzensprung vom Freibad entfernt, betreibt Erwin Cremer einen Minigolfplatz direkt an der Rur.

Er ist ebenfalls davon überzeugt, dass die Eifel von der angespannten Wirtschaftslage profitiert, weil „sich mehr Menschen für einen Kurztrip hierher entscheiden, anstatt nach Teneriffa zu fliegen”. Der Hauptgarant für hohe Besucherzahlen seien aber in erster Linie gutes Wetter und die Bereitschaft der Betreiber, in ihre Anlagen zu investieren, um diese attraktiver zu machen.

Peter Strepp, der Besitzer des Restaurants „Strepp am See” am Stausee in Obermaubach, fasst zusammen, was die meisten Gastwirte, Hoteliers und Freizeitanlagen-Betreiber in der Rureifel denken: Es sei gut möglich, dass sich aufgrund der Wirtschaftskrise mehr Menschen für einen Urlaub in der Region entscheiden.

Ob man in der Rureifel davon merklich profitieren könne, sei aber noch eine offene Frage. „Viele Touristen aus der näheren Umgebung machen nur Tagesausflüge in die Eifel, wandern oder fahren Fahrrad und nehmen sich ihren Proviant im Rucksack mit, anstatt im Restaurant essen zu gehen”, erklärt Strepp. Wie die meisten seiner Kollegen sieht er vor allem den Nationalpark Eifel als Magneten.

Der Krise wird dagegen nur eine vergleichsweise geringe Anziehungskraft attestiert, zumal die Rureifel durchaus auch die negativen Folgen zu spüren bekommt. So meldet die Eifel-Tourismus GmbH in Prüm, dass der Tagungstourismus stark eingebrochen ist, da die Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Lage mehr und mehr auf ihre Tagungen verzichten würden.

Der Deutschen Zentrale für Tourismus liegen im Zeitraum von Januar bis Mai 2009 aus dem Reisegebiet Eifel 650834 Übernachtungen aus dem Inland vor: Das sind 5,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als allerdings Pfingsten und Fronleichnam in den Mai fielen.

Was lockt die Urlauber aber nun in die Rureifel? Auf dem Campingplatz Hetzingen in Nideggen-Brück gibt es darauf klare Antworten. „Es ist einfach nur schön, hier zu sein. Die Kameradschaft hier auf dem Platz und die tolle Umgebung begeistern uns”, schwärmt Dauercamperin Petra Fels.

Auch das Ehepaar Wegerich aus Kleve kommt gerne nach Nideggen. „Man kann hier wunderbar wandern, spazieren gehen oder einfach nur entspannen. Manchmal sind wir nur ein Wochenende hier, manchmal auch eine ganze Woche. Aber wir sind immer wieder gerne hier.” Das habe aber nichts mit der Wirtschaftskrise zu tun, fügen sie hinzu, schließlich sei Campen ja „auch nicht gerade billig”.

Sie sind einfach Rureifel-Urlauber aus Leidenschaft. Genau wie das Ehepaar Lipperheide, das schon immer in der Region Urlaub gemacht hat und das auch weiterhin tun wird - Wirtschaftskrise hin oder her: „Selbst mit einem Sechser im Lotto würden wir noch hierher zum Campen kommen.”

Wandern, radeln, Wassersport und mehr

Die Rureifel ist ein Naherholungsgebiet für den Raum Köln, Aachen, Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach und Bonn.

Geographisch umfasst sie die Gemeinden Hürtgenwald und Kreuzau und die Städte Heimbach und Nideggen. Als bekannte Ferienregion und beliebtes Ausflugsziel im Naturpark Nordeifel und als Teil des Nationalparks Eifel bietet sie viele Rad- und Wanderwege, Schifffahrt und Wassersportmöglichkeiten sowie gemütliche Gasthäuser und Straßencafés, Museen und den einzigen Bodenlehrpfad Nordrhein-Westfalens.
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