Die Pfarre Heilig-Geist verliert ihren Hirten

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
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Er verlässt die Pfarre Heilig-Geist: Dieter Genten bat den Bischof um Entpflichtung vom Priesteramt.

Eschweiler. Die noch junge Pfarre Heilig-Geist, der Zusammenschluss der südlichen Pfarrgemeinden, muss sich auf die Suche nach einem pastoralen Leiter machen. Dieter Genten kündigte jetzt nicht nur seinen Abschied aus Eschweiler an, sondern kehrt auch seinem Beruf als katholischer Geistlicher den Rücken.

Dies verkündete der bei den Menschen beliebte Dieter Genten vor dem Schlusssegen beim Gemeinschaftsgottesdienst in der Hastenrather Kirche St. Wendelinus am Montag.

Damit fehlt den etwa 13.000 Katholiken in Eschweilers Süd-Gemeinde ein Hirte. Das Bistum Aachen will sich schnell um eine Nachfolge bemühen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran”, betont Bistumssprecher Franz Kretschmann. Allerdings sei erst im Herbst mit einer Lösung zu rechnen, wenn die neue Besetzungsrunde laufe.

Pfarrer Marian Janke, der dem Pastoralteam von Heilig-Geist angehört, will sich nun vorrangig um die Seelsorge kümmern. Für die Verwaltungsaufgaben ist er allerdings auf die Hilfe von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand (KV) angewiesen.

Der Kirchenvorstand will noch in der nächsten Woche das weitere Vorgehen besprechen. „Wir sind alle von der Entscheidung Dieter Gentens überrascht worden. Es herrschte eine große Betroffenheit in der Kirche”, sagt der stellvertretende KV-Vorsitzende Walter Brandt. Man wolle nun den Kontakt zum Bistum aufnehmen und auf eine schnelle Nachfolge drängen.

Genten war als Pfarrer von St. Marien Röthgen im September 1993 nach Eschweiler gekommen. Vor einigen Wochen unterrichtete er Marian Janke von seinen Plänen, die er an Pfingstmontag dann offiziell verkündete. Neben persönlichen Gründen soll auch die wachsende Belastung in der großen Gemeinde zum Entschluss Gentens beigetragen haben.

„Es sind für uns alle große Aufgaben, die keiner von uns einfach ausfüllen und leisten kann”, teilt Dr. Andreas Frick, Pfarrer der Gemeinschaft Mitte, mit. Er hatte ebenfalls im Gottesdienst in Röhe an Pfingstmontag eine Erklärung Gentens verlesen. Den Christen im Süden möchte er „Mut machen”: „Vieles wird uns auch in Zukunft gelingen, manches werden wir nicht halten können.”
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