Die logische Rückkehr in die Ewige Stadt

Von: Joachim Peters
Letzte Aktualisierung:
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Musik an heiliger Stelle: Die Eschweiler Sängerinnen und Sänger führten Franz Liszts „Vatikanische Version” der „Graner Festmesse” im Petersdom auf. Im Fokus als Solo-Sopranistin und als Projektmanagerin der Reise: Violetta Palatinus. Foto: Siegfried Tschinkel

Eschweiler/Rom. Von Rom nach Eschweiler - und von dort wieder zurück in die Ewige Stadt: Diese scheinbar abenteuerliche und doch irgendwie konsequente „Reise” hat die 1859 entstandene und später lange Zeit verschollen geglaubte „Vatikanische Version” von Franz Liszts „Graner Festmesse” nunmehr hinter sich.

Eschweilers Kantor József Acs, zudem künstlerischer Leiter der hiesigen Franz-Liszt-Gesellschaft, hatte sie einst in den Vatikanischen Archiven wiederentdeckt und mit viel Engagement für die Sänger und die kleine Instrumenten-Begleitung eingerichtet. Im Oktober 2007 kam es dann in St. Peter und Paul zur überregional stark beachteten Welturaufführung dieser Vatikanischen Version.

Zurück zum Ursprung

Jetzt erklang das zu Herzen gehende und in manchem modern wirkende religiöse Werk erstmals an dem Ort, für den Franz Liszt es ursprünglich vorgesehen hatte: im Petersdom von Rom.

Eingebettet in einen von Pfarrer Peter Müllenborn und Bischof András Veres aus Ungarn zelebrierten Festgottesdienst gleich hinter dem Papst- und Hauptaltar von St. Peter führten 270 Chorsängerinnen, -sänger, Solisten und Instrumentalisten aus Eschweiler, Ungarn und Italien die Liszt-Messe auf.

Widmung der Musiker

Damit aber noch nicht genug: Bei der wöchentlichen Papstaudienz am Mittwoch überreichte Józef Acs dann auf dem Petersplatz Papst Benedikt XVI. auch persönlich die Partitur der Liszt-Messe. Unterschrieben wurde die Widmung für den Nachfolger des Apostels Petrus von insgesamt 43 Eschweiler Musikern.

Die Aufführung im Petersdom und die Papstaudienz waren nämlich nur zwei emotionale Höhepunkte einer unvergesslichen Reise, von der die Franz-Liszt-Gesellschaft Eschweiler und der hiesige Liszt-Regiochor noch in der Nacht zum Donnerstag zurückgekehrt sind.

Das von der WDR-Lokalzeit und Radio Vatikan begleitete Projekt auf den Spuren des großen Ungarn und Weltbürgers war bereits eine anspruchsvolle Einstimmung der Eschweiler Liszt-Freunde auf das „Liszt-Jahr” 2011. Dann wird weltweit an den 200. Geburtstag und 125. Todestag des Komponisten und virtuosen Pianisten erinnert.
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