Eschweiler - Die „Gesellschaft für bedrohte Völker” ist sein Lebenswerk

Die „Gesellschaft für bedrohte Völker” ist sein Lebenswerk

Von: ran
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Blickt der Verleihung des Europäischen Sozialpreises mit Vorfreunde entgegen: Tilman Zülch (2.v.re.), Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völker, mit dem GPB-Vorsitzenden Peter Schöner, Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer sowie Vasilios Vavouras (v.li.), Vizepräsident des Direktoriums Europäischer Sozialpreis.

Eschweiler. Sein Lebenswerk ist die „Gesellschaft für bedrohte Völker”. Als Mitgründer und Präsident der internationalen Sektion der Organisation engagiert sich Tilman Zülch seit Jahrzehnten für bedrohte ethnische und religiöse Gemeinschaftsen aller politischen Systeme und Kontinente.

Am 3. Oktober wird der 1939 im Sudetenland Geborene, der als Kind selbst Flucht und Vertreibung am eigenen Leib erlebte, im Rahmen eines Festakts im Ratssaal des Eschweiler Rathauses mit dem Europäischen Sozialpreis des Europavereins „Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft” (GPB) ausgezeichnet.

Vor wenigen Tagen reisten nun Vorsitzender Peter Schöner, Geschäftsführerin Annelene Adolphs und Vasilios Vavouras, Vizepräsident des Direktoriums Europäischer Sozialpreis, als Vertreter der GPB nach Göttingen, um Tilman Zülch den Preis an seinem Wohnort anzutragen.

„Tilman Zülch ist ein politisch handelnder Menschenrechtler. Sein ziviles Engagement ist konsequentes Ringen um Solidarität für Schwache, Unterdrückte und Entrechtete. Damit steht er für unseren Leitgedanken, der besagt, dass Freiwilligentätigkeit gelebte Bürgerbeteiligung bedeutet, die gemeinsame Werte wie Solidarität und den sozialen Zusammenhalt stärkt”, begründete Peter Schöner den Beschluss der Mitglieder des Europavereins, den 70-Jährigen zu ehren.

Darauf angesprochen, bezieht Tilman Zülch deutlich Stellung: „Menschenrechtler müssen bereit sein, sich notwendigerweise zwischen alle Stühle zu setzen, nicht um rechthaberisch Positionen durchzusetzen, sondern um für die Opfer von Verfolgung einzutreten. Menschenrechtsarbeit darf auf keinem Auge blind sein”, betont er.

Auf seinen Besuch in der Indestadt freut sich Tilman Zülch, zumal es nicht sein erster ist. Bereits im Jahr 2008 war der Menschenrechtler bei der Verleihung des Europäischen Sozialpreises in Eschweiler zu Gast. Damals als Laudator für Preisträger Professor Smail Cekic, Genozidforscher aus Sarajewo. In sechs Wochen wird nun Tilman Zülch im Mittelpunkt des Festakts stehen - als Träger des Europäischen Sozialpreises zu Eschweiler 2010.
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